KRITIS-Betreiber stärken: CDU fordert umfassende Drohnenabwehr nach Vorfall in Leipzig

Im Nachgang zum Drohnenereignis am Leipziger Flughafen plädiert Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, für mehr Kompetenzen und Unterstützung für Betreiber kritischer Infrastruktur (KRITIS). Das Thema Drohnenabwehr müsse bundesweit und vorausschauend neu gedacht werden – auch damit Sicherheitsbehörden überhaupt Chancen haben, Gefahren frühzeitig abzuwehren.

heute 15:30 Uhr | 1 mal gelesen

Es gibt Situationen, da steht man da und fragt sich, warum Technik und Rechtslage nicht längst dort sind, wo die Risiken sitzen. Genau das scheint beim Vorfall am Flughafen Leipzig geschehen zu sein: Eine Drohne, ausgestattet mit Sprengstoff, taucht nahe eines für die Ukraine wichtigen Antonov-Fliegers auf. Für Henrichmanns CDU steht fest: Betreiber von KRITIS-Einrichtungen – also allen Einrichtungen, die für unser gesellschaftliches Funktionieren essenziell sind – müssen nicht nur passiv zuschauen, sondern im Zweifel auch selbst aktiv werden dürfen. Das umfasst nicht nur die Möglichkeit, Drohnen tatsächlich abzuwehren, sondern auch, potenzielle Spionage-Sichtachsen zu schließen. Ob das so einfach umzusetzen ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Gleichzeitig ist klar: Der Versuch, ein solches Ziel auszuspähen oder anzugreifen, ist alles andere als ein „gewöhnlicher“ Vorfall – es geht um gezielte, hybride Angriffe, die ihren Weg mitten in den deutschen Alltag suchen. Henrichmann warnt: Diese Entwicklung stellt eine spürbare Verschärfung dar und kann weder Politik noch Sicherheitskräfte kaltlassen. Einmal mehr zeigt sich, wie verletzlich kritische Infrastruktur in einer Zeit ist, in der billige Technik auf gefährliche Absichten trifft.

Die CDU drängt nach dem Zwischenfall am Leipziger Flughafen auf mehr Schutz für Betreiber kritischer Infrastruktur, weil Drohnen immer öfter als Mittel für Spionage oder sogar Angriffsversuche dienen. Besonders besorgniserregend ist, dass im aktuellen Fall Sprengstoff im Spiel gewesen sein soll und ein ukrainisches Frachtflugzeug offenbar gezielt ins Visier genommen wurde – voll im Trend hybrider Bedrohungen im Kontext der russischen Aggression gegen die Ukraine. Die Kritik zielt darauf ab, dass bestehende rechtliche und technische Mittel zur Drohnenabwehr bislang nicht ausreichen und dass auch private KRITIS-Betreiber präventiv und im Ernstfall aktiv handeln dürfen sollten, um Sicherheitslücken zu schließen. Zusätzlich berichten mehrere Medien, dass nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle die Unsicherheit an deutschen Flughäfen wächst. Sachverständige fordern einheitliche technische Standards für Drohnenerkennung und -abwehr; das Bundesinnenministerium prüft neue Gesetzesvorschläge. Es gibt zudem vermehrt Hinweise, dass Russland gezielt hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur im Westen plant und forciert (siehe Quellen unten).

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