Parteichef Luigi Pantisano hat jüngst einen eigenen Fünf-Punkte-Katalog vorgestellt, wie T-Online berichtet. Der Plan trägt die Überschrift: 'Die Wasserkrise macht das Leben unbezahlbar – unser Fünf-Punkte-Plan für eine sichere Trinkwasserversorgung.' Besonders betont wird darin die Notwendigkeit von sogenannten Schwammgebieten entlang der Flüsse. Diese Flächen sollen das Wasser aufnehmen und langsam an das Grundwasser abgeben – eine Art natürliche Speicher also, die verhindert, dass das Wasser ungenutzt abfließt.
Vor allem aber gehören Uferzonen nicht in private Hand, stellt Pantisano klar: Nur so könnten ihre schützenden Funktionen erhalten oder ausgebaut werden. Außerdem fordert die Linke ein detailliertes Register aller Wassernutzer öffentlicher Quellen – als Grundlage für eine gezielte Antwort auf Hitze und Trockenzeiten. Der Zugriff der Industrie auf Wasser müsse der Versorgung der Bevölkerung nachgeordnet werden; damit dies gelinge, brauche es auch ein Verbot privater Wasserbetriebe.
Wichtig sei darüber hinaus, so Pantisano, dass der Bund die finanziellen Mittel für Anpassungsmaßnahmen zur Verfügung stelle: Städte und Gemeinden dürften mit den Herausforderungen, die Wetterextreme mit sich bringen, nicht allein gelassen werden. Die Bundesregierung agiere seiner Meinung nach zu zögerlich – und letztlich werde die Wasserkrise für Konsument:innen teuer: Transportprobleme, Missernten und Produktionsstopps schlagen sich auf den Preis nieder, vor allem bei jenen, für die jeder Euro zählt.
Die Linke fordert umfassende Maßnahmen gegen Niedrigwasser und Wasserknappheit, darunter ein Verbot der Privatisierung und Versiegelung von Gewässerufern, die Schaffung von Schwammlandschaften sowie ein bundesweites Wasserregister. Partei-Chef Luigi Pantisano betont, dass vor allem ärmere Bevölkerungsschichten von den Folgen der Wasserkrise betroffen sind – sei es durch steigende Lebensmittelpreise oder Probleme in der Versorgung. Aktuelle Berichte und Analysen zeigen, dass in Deutschland die Trinkwasserversorgung zunehmend unter Druck gerät; mehrere Medien berichten, dass Städte bereits an Konzepten zur Entsiegelung und zu neuen Speichertechnologien arbeiten, während Umweltverbände und Wasserwirtschaft ein ambitioniertes Umsteuern fordern. Neue Zahlen vom Umweltbundesamt belegen, dass der Wasserverbrauch in den vergangenen Jahren trotz Effizienzsteigerungen deutlich gestiegen ist und sich infolge von Hitzewellen verschärfen könnte. Zusätzlich wurde in den letzten 48 Stunden vielfach darauf hingewiesen, dass Wasser ein öffentliches Gut bleiben müsse, um soziale Gerechtigkeit und Ressourcenschutz zu sichern.