Sebastian Fitzek hat es auf den Punkt gebracht: "Das Verhältnis von Buch und Smartphone ist wie der Unterschied zwischen Schokolade und Crack." Ein eigentümliches Bild, das aber hängen bleibt. Bücher – klar, nicht immer das Gesündeste, aber irgendwie doch vergleichsweise harmlos. Das Smartphone hingegen? Für Fitzek, der inzwischen mehr als 21 Millionen Bücher weltweit an die Leserschaft gebracht hat, ist das Handy ein echter Zeitfresser. Seine Konsequenz daraus: Rigoroses Handy-Fasten im Schlafzimmer. Die Grenze zieht Fitzek dort persönlich – und das nicht nur aus Prinzip. Bei einer Recherche zu therapeutischen Behandlungen bekam der Autor selbst Gesprächsbedarf: Eigentlich wollte er nur wissen, wie so eine Sitzung abläuft, doch am Ende landete die Diskussion bei seiner eigenen 'Handysucht'. Ein seltsamer Zufall oder doch eher symptomatisch für unsere Zeit? Nebenbei: Fitzeks Verhältnis zu Autos ist bodenständig. Er sieht keinen Reiz in teuren Karossen, sein Familienauto – ein Kia Sorento – sei praktisch und sicher. Außerdem: Bei der Überlegung zum nächsten Fahrzeug steht für Fitzek fest, dass es ein Elektroauto werden wird. Und so pendelt er in vielen Lebensbereichen zwischen Vernunft, Pragmatismus und der Suche nach digitaler Balance.
Fitzeks Forderung nach Handy-Fasten im Schlafzimmer spiegelt eine immer größere gesellschaftliche Debatte wider: Immer mehr Menschen bemerken, wie digitale Geräte ihre Schlafqualität, Aufmerksamkeit und Beziehungen beeinflussen. Gesundheitsexperten warnen seit Jahren vor den psychischen Auswirkungen von dauernder Erreichbarkeit, nächtlichem Scrollen und blauem Bildschirmlicht – Probleme, die Fitzek nun auch öffentlich adressiert. Studien zeigen, dass sich regelmäßige Bildschirmpausen, besonders vor dem Schlafengehen, positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Der Trend zum digitalen Detox gewinnt gerade im Frühjahr an Fahrt, viele Menschen entscheiden sich für Handy-freie Zonen oder konkret geplante Offline-Zeiten. Was überraschend wenig betont wird: Manche Therapeuten schlagen regelmäßige 'digitale Fastenzeiten' bereits explizit bei Konzentrations- und Schlafstörungen vor – ein Ansatz, den Fitzek nun im öffentlichen Diskurs sichtbar macht.