Für die, die gehen mussten, ist das pure Stress: Personalausweis, Medikamente, das Notwendigste – mehr bleibt keine Zeit. Als Unterkunft und Sammelpunkt stellte die Gemeinde die Grundschule Straß bereit. Die Einwohner wurden gleichzeitig dringend gebeten, die Sperrzone zu meiden und sich an Polizei und Feuerwehr zu halten. Verstärkung kam aus umliegenden Landkreisen wie Aachen, Heinsberg und Euskirchen, um die Evakuierung zu unterstützen. Was die Lage verkompliziert: In der Nacht sind Löschflugzeuge keine Option – zu dunkel, zu riskant. Stattdessen: Feuerwehrleute kämpfen auf dem Boden, und niemand weiß so genau, wann und ob sie die Kontrolle zurückgewinnen.
Das Feuer in der Eifel ist ein Warnsignal für die steigende Gefahr durch Waldbrände, auch in Deutschland. Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre sorgt dafür, dass solche Brände häufiger und ungehemmter wüten – Klimaforscher machen darauf schon lange aufmerksam. Trotz koordiniertem Einsatz von Polizei, Feuerwehr und weiteren Kräften konnten in diesem Fall bislang keine Entwarnung gegeben werden, und Experten fordern, die Infrastruktur sowie Präventionsmaßnahmen für diese Art von Extremereignissen deutlich auszubauen. Nach einer Recherche auf tagesaktuellen Nachrichtenportalen wurde auch in mehreren anderen Teilen Deutschlands und Europas über ähnliche Szenarien berichtet. Laut Experten von Umweltverbänden und Feuerwehren stellen gerade trockene Böden und Hitzeperioden ein immer größeres Risiko dar, und eine Anpassung der These 'Waldbrände gibt es in Deutschland kaum' gilt spätestens seit den letzten Jahren als widerlegt. Besonders schwierig bleibt die nächtliche Brandbekämpfung wegen fehlender Luftunterstützung, was die Löscharbeiten massiv erschwert. Auch soziale und psychische Belastungen für die Betroffenen werden bisher meist unterschätzt, wie ein aktueller Lagebericht der Süddeutschen Zeitung anmerkt.