Immer noch kämpften Einsatzkräfte am frühen Morgen gegen die Flammen, die durch die nächtlichen Explosionen ausgelöst wurden – einer Szene, die inzwischen fast zum traurigen Alltag geworden ist. Neben den Angriffen in Saporischschja, bei denen ballistische Raketen – darunter offenbar welche aus nordkoreanischer Produktion – einschlugen, meldete die ukrainische Regierung, dass auch Kiew getroffen wurde: Dort wurde ein Gebäude eines Infektionskrankenhauses von Raketensplittern beschädigt, etliche Geschäfte gingen zu Bruch. Währenddessen waren Städte wie Cherson und Charkiw von Attacken auf ihre Umspannwerke betroffen – der Strom fiel vielerorts aus. Die Techniker arbeiteten unter Hochdruck, die Leitungen zu flicken, doch die Folgen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Alltag der Bevölkerung. Übrigens, auch in weiteren Landesteilen, etwa in Donezk, Dnipro oder Mykolajiw, gab es Luftalarm und Einschläge. Besonders auffällig: Über 120 Drohnen – die meisten davon iranischen Typs 'Shahed', die inzwischen der Inbegriff für den Drohnenkrieg sind – kamen nach Angaben aus Kiew zum Einsatz. Das alles hat etwas fast Surreales, denn der Konflikt erreicht so immer neue Eskalationsstufen. Persönlich frage ich mich, wie lange die Menschen noch an eine schnelle Rückkehr zur Normalität glauben können, während nachts die Sirenen heulen und tagsüber improvisiert repariert wird. Manchmal ist das Maß an Zerstörung schwer zu fassen.
Der russische Angriff auf Saporischschja, bei dem laut ukrainischen Angaben erstmals nordkoreanische ballistische Raketen eingesetzt worden sein sollen, forderte mindestens sechs Tote und neunzehn Verletzte. Auch andere ukrainische Städte wie Kiew, Cherson, Charkiw, Donezk, Dnipro und Mykolajiw wurden Ziel umfangreicher Luftangriffe mit Raketen, gelenkten Bomben und über 120 Drohnen des Typs Shahed. Internationale Beobachter betonen, dass die mutmaßliche Verwendung nordkoreanischer Raketen einen neuen Abschnitt im Konflikt markieren könnte, während Russland und Nordkorea ihre militärische Zusammenarbeit zuletzt öffentlich verstärkten.
Zusätzliche Details aus aktuellen Recherchen:
Laut einem ausführlichen Bericht der FAZ haben ukrainische Experten Trümmerteile untersucht, die ihrer Meinung nach eindeutig aus nordkoreanischer Produktion stammen und weisen darauf hin, dass diese Raketen über eine höhere Reichweite als bisher eingesetzte Systeme verfügen. Der Bericht betont zudem die strategische Bedeutung von Saporischschja als Energie- und Verkehrsknotenpunkt, was die Intensität der Angriffe erklären könnte. Internationale Analysten warnen vor einer möglichen weiteren Militarisierung Nordkoreas und einem unberechenbaren Wettrüsten in der Region.