Spahn rechtfertigt deutsches Israel-Engagement nach Rückschlag bei UN-Wahl

Jens Spahn (CDU) betont nach der abgelehnten UN-Kandidatur die enge Bindung Deutschlands an Israel – Kritik an der Bundesregierung weist er zurück.

04.06.26 19:57 Uhr | 33 mal gelesen

Mal ehrlich: So ein Flop bei der Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat ist eine Kröte, die man nicht gern schluckt. Aber Jens Spahn, der Chef der Unionsfraktion, winkt im ARD-Interview ab – Deutschland soll weiter fest an Israels Seite stehen, völlig unabhängig davon, wie das bei anderen Ländern ankommt. Und wenn das Stimmen kostet? ‚Dann will ich die im Zweifel gar nicht haben‘, sagt er fast trotzig. Israel sei für ihn nicht bloß irgendein Staat im Nahen Osten, sondern eine stabile Demokratie, Bündnispartner – und aus deutscher Sicht ohnehin eine historische Verpflichtung.
Kaum war der deutsche Sitz geplatzt, rollte heftige Kritik an: Hat die Bundesregierung Israel – vor allem im Hinblick auf Gaza – zu sehr gestützt? Spahn bleibt dennoch dabei und weicht nicht von der Linie ab.
Dasselbe Unbeirrbarkeit zeigt er bei der umstrittenen Pflegereform und stellt sich hinter Nina Warken (CDU). Kürzungen? Schwer, aber 'ein finanzielles Muss', da das System in den Miesen steckt. Fast eine kleine Geschichtsstunde legt er nach – vor 20 Jahren standen zwei Millionen Menschen unter der Pflegeversicherung, nun sind es sechs. Gründe: Alternde Gesellschaft, wachsende Ansprüche.
So redet er sich leidenschaftlich in Rage, während die Frage im Raum schwebt, ob er mal Kanzler werden will. Spahn bleibt da ungewohnt bescheiden und redet lieber vom Wert seiner Rolle als Fraktionschef: Das Parlament, so findet er, ist der Herzschlag der Demokratie. Finale kleine Pointe am Rande: Ja, er schläft nachts gut – aber das heißt nicht, dass ihn nichts besorgt. Im Gegenteil: Die Lage, klar, macht ihm schon zu schaffen.

Jens Spahn verteidigt die anhaltende Unterstützung Deutschlands für Israel, auch wenn das nach dem Scheitern der UN-Sicherheitsratsbewerbung für Kritik sorgt. Besonders der Vorwurf, Deutschland sei im Gaza-Konflikt einseitig, wirkt angesichts der komplexen geopolitischen Lage schlicht – Spahn bleibt bei seinem Kurs. Zugleich verweist er auf innenpolitische Baustellen wie die Pflegeversicherung, deren strukturelles Defizit nur durch schwierige Reformen maßvoll angegangen werden könne. Nach aktueller Recherche sind die internationalen Spannungen rund um Israels Vorgehen in Gaza weiter hoch, was besonders die Beziehung zu europäischen Staaten belastet – aus israelischer Sicht wird die öffentliche Kritik Deutschlands durchaus wahrgenommen, aber auch Respekt für die langjährige Partnerschaft gezeigt. In Berlin wiederum nimmt die Debatte über Deutschlands internationale Rolle Fahrt auf, mit Diskussionen über außenpolitische Verantwortung, historische Verpflichtungen, aber auch neue Prioritäten im UN-Kontext.

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