Zwei mutmaßliche IS-Anhänger in Sachsen geschnappt

In Sachsen hat die Polizei zwei Männer festgenommen, die verdächtigt werden, für den 'Islamischen Staat' aktiv gewesen zu sein.

heute 10:44 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal liest man Nachrichten, die klingen, als wären sie aus einem Krimi. Am vergangenen Dienstag und Donnerstag hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden – nach Absprache mit dem Oberlandesgericht – zugeschlagen: Zwei Männer, 33 und 27 Jahre alt, wurden in Dresden und Königstein festgenommen. Beiden wird vorgeworfen, als Mitglieder einer sogenannten terroristischen Vereinigung im Ausland unterwegs gewesen zu sein. Offenbar sollen sie sich zwischen Anfang 2016 und Frühjahr 2017 als Kämpfer für den sogenannten 'Islamischen Staat' engagiert und dafür sogar regelmäßig Geld kassiert haben. Interessanter Kniff: Während die Festnahmen liefen, durchsuchten Beamte vom Polizeilichen Terrorismus-Abwehrzentrum gleich auch die Wohnungen der Verdächtigen – mit Erfolg. Mobiltelefone, ein Laptop, allerlei Ausweisdokumente: Alles erstmal beschlagnahmt, alles vermutlich voller Spuren. Der weitere Ablauf? Die beiden wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt; die Haftbefehle bleiben bestehen – fürs Erste kein Ausweg für die Männer. Was sie auf den Geräten finden, ist aktuell wohl das größte Fragezeichen.

Zwei mutmaßliche Mitglieder des sogenannten 'Islamischen Staats' sind in Sachsen gefasst worden, nachdem ihnen die Behörden auf die Spur gekommen sind. Die Ermittler durchsuchten die Wohnungen und nahmen verschiedene technische Geräte sowie persönliche Unterlagen mit – alles womöglich wichtige Puzzleteile zur Aufklärung der Vorwürfe. Laut Generalstaatsanwaltschaft dauern die Untersuchungen an, vor allem, weil die Auswertung digitaler Spuren oft komplex ist und lange dauert. Aktuell steht Deutschland weiterhin unter angespannter Beobachtung, was islamistischen Terror betrifft. In letzter Zeit gab es eine Zunahme von Hinweisen auf Rückkehrer oder Unterstützergruppen, wodurch Ermittler und Geheimdienste kontinuierlich gefordert sind. Hinzu kommt, dass das Land nach wie vor versucht, zwischen Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit abrutschen – kein leichtes Unterfangen. Neuesten Medienberichten zufolge bleibt die Bedrohung durch den sogenannten IS akut, auch wenn die Organisation international stark geschwächt ist. Die meisten Rückkehrer aus Syrien oder dem Irak werden inzwischen engmaschig überwacht oder, wie in diesem Fall, verhaftet. Zudem schlagen Experten immer wieder vor, präventive Maßnahmen in Gemeinden zu verstärken, um junge Männer nicht in den Bann solcher Gruppierungen geraten zu lassen.

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