OpenAI expandiert nach Berlin – Altman sieht KI-Pannen als unausweichlich

OpenAI setzt auf Wachstum in Deutschland: Nach München öffnet das US-Unternehmen ein Büro in Berlin – während Chef Sam Altman mit weiteren Problemen rund um Künstliche Intelligenz rechnet.

heute 10:02 Uhr | 1 mal gelesen

Tja, kaum hatte OpenAI sich mit einem ersten Standort in München in Deutschland eingenistet, folgt nun wortwörtlich die zweite Runde: Berlin. „Wir eröffnen sehr bald ein Büro in Berlin“, verkündete Sam Altman recht lapidar, ließ aber ein konkretes Datum noch offen. München war erst Anfang 2025 eingeweiht worden – und schneller als gedacht zählt Deutschland inzwischen zu den Hotspots für ChatGPT-Abos: Europas Nummer eins, weltweit sogar unter den Top Drei. Offenbar drängt OpenAI regelrecht auf den Markt; Altmans Botschaften an die deutsche Politik um Kanzler Merz und Minister Klingbeil verhallten allerdings, zumindest wenn es um eigene Rechenzentren geht. Zwar betonte Altman erneut, dass er gern deutsche Server-Ressourcen nutzen würde – aber bis dato bleibt’s beim Wunsch. Dennoch, so meint Altman, habe sich die Wirtschaft längst für KI entschieden – mittenrein ins Geschäftsmodell.

Ein anderes, weniger glattes Thema streift Altman übrigens auch: Fehler und Sicherheitsrisiken bei KI-Entwicklung. Gerade erst hat OpenAI die Entwicklung seines Astra-Modells gebremst, weil es viel zu findig im Bereich Cybersicherheit wurde – Stichwort: Hackerfähigkeiten und Testdurchbruch (Erinnerung an den Zwischenfall mit Hugging Face). Altman bleibt realistisch: Solche Zwischenfälle wird es geben, niemand dürfe glauben, dass man stets alles im Griff hat. Entscheidend sei, keine KIs zu bauen, die außer Kontrolle geraten – Grundsatz bleibt Grundsatz, auch wenn die Cyberwelt auf stürmische Monate zusteuert. Immerhin hofft Altman, dass bald eine eigene Sicherheitsorganisation der Branche entsteht. Und die Sache mit dem Geld? 38,5 Milliarden Dollar Verlust – naja, Investitionen stehen bis 2030 bei über 600 Milliarden. Gewisse Lässigkeit lässt Altman an der Stelle anklingen: Der Weg zum Gewinn, der dauert halt. Börsengang? Noch offen, wie so vieles.

OpenAI baut seine Stellung in Europa deutlich aus und schielt vor allem auf den deutschen Markt, der sich als höchst lukrativ für das Unternehmen zeigt. Ein geplanter Ausbau der technischen Infrastruktur in Deutschland wird bislang durch fehlende politische Einigung über notwendige Rechenzentren gebremst. Sicherheitsbedenken bleiben präsent: Die Entwicklung neuester KI-Modelle erweist sich als Balanceakt zwischen Innovation und Kontrolle, und Altman selbst rechnet offen mit weiteren Vorfällen. Hinzu kommt, dass OpenAI trotz massiver Investitionen noch tief in den roten Zahlen steckt, was gerade angesichts des geplanten Börsengangs spannend bleibt. Im Netz fanden sich in den letzten 48 Stunden breite Diskussionen um KI-Risiken, regulatorische Unsicherheiten, den internationalen Wettlauf um die Vorherrschaft und die Frage, wie offen Unternehmen über Risiken und Pläne wirklich reden.

Aktuelle Nachrichten berichten außerdem, dass europäische Regulierungsbehörden mehr Kontrolle über generative KI fordern, die EU-Kommission OpenAI genau beobachtet (vor allem hinsichtlich Datenschutz und Urheberrecht) und Unternehmen wie Microsoft enge Partnerschaften mit OpenAI eingehen, um die Expansion nach Europa gemeinsam voranzutreiben.

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