Im Kern verteidigt Holm die Idee, dass Menschen, die von sehr jung an ins Arbeitsleben einsteigen, nicht schlechter dastehen dürfen als Akademiker, die später mit Arbeiten beginnen. Durch die geplanten Änderungen sieht er vor allem klassische Arbeiterkarrieren gefährdet. Laut aktuellen Berichten haben auch andere Parteien und Gewerkschaften teils massive Bedenken angemeldet, da eine Abschaffung der abschlagsfreien Rente nicht zuletzt den sozialen Frieden belasten könnte. Ein Blick in aktuelle Analysen zeigt: Die Rentendebatte bleibt ein heißes Eisen, das viele Gemüter in Ost und West beschäftigt, zumal die Lebensrealitäten zwischen Büros und Handwerk nach wie vor weit auseinanderklaffen. Neuere Berichte (z. B. aus der taz und der Süddeutschen) unterstreichen, dass diese Frage weit über Parteigrenzen hinaus emotional geführt wird – und dass die Bevölkerung große Unsicherheit beim Thema Alterssicherung empfindet.