Trump-Vertrauter Todd Blanche: Neuer US-Justizminister bestätigt – ein Balanceakt im Senat

Mit nur einer Stimme Vorsprung setzt sich Todd Blanche, früher persönlicher Anwalt Donald Trumps, als neuer Justizminister der USA durch – nicht ohne Widerstand und Skepsis, sogar in den eigenen Reihen.

heute 12:53 Uhr | 2 mal gelesen

Samstagabend, Senatssaal: Mit hauchdünner Mehrheit – 50 zu 49 Stimmen – wird Todd Blanche, einer der engsten juristischen Gefolgsleute von Donald Trump, als US-Justizminister bestätigt. Interessant (und vielleicht etwas ironisch): Sogar einige Republikaner, namentlich Susan Collins und Lisa Murkowski, entschieden sich gegen ihn. Dennoch: Senator Bill Cassidy, bekannt für seine wechselhaften Beziehungen zu Trump, gibt – ganz pragmatisch – grünes Licht. Cassidy, dessen Verhältnis zu Trump schon mal spürbar kälter war, lobt Blanche beinahe überschwänglich als 'die bestmögliche Option.' Blanche übernahm das Amt bereits im April kommissarisch, nach der Entlassung seiner Vorgängerin Pam Bondi. Die Anhörungen zur Bestätigung glichen dann eher einem Tribunal als einer Formsache. Wer dabei auf tiefe Harmonie im republikanischen Lager gehofft hatte, wurde enttäuscht: Alte und neue Zweifel kamen auf, etwa zu Blanches Umgang mit belastenden Epstein-Dokumenten oder dessen maßgeblichen Plänen für einen umstrittenen 'Anti-Weaponization'-Fonds. Der nun versprochene Verzicht auf diesen milliardenschweren Fonds bleibt jedoch nebulös – rechtlich verbindlich? Unklar. In Washington spekuliert man bereits, ob der Justizminister im späteren Verlauf, womöglich unter neuem Titel, ähnliche Programme neu auflegt.

Todd Blanches knappe Bestätigung als US-Justizminister wirft zahlreiche Fragen und Unsicherheiten auf: Die parteiinternen Gräben in der GOP brachen bei der Abstimmung deutlich auf, wie die Ablehnung durch Collins und Murkowski zeigt. Der geplante, jedoch zunächst auf Eis gelegte 'Anti-Weaponization'-Fonds sorgt für weiterhin schwelende Debatten über Machtmissbrauch im Justizministerium und die Einflussmöglichkeiten von Trump. Hinzu kommt die Unsicherheit darüber, inwieweit Blanches Selbstverpflichtungen juristisch belastbar sind – die politische Atmosphäre rund um seine Bestätigung bleibt spannungsgeladen und fragil. Erweiterte Recherche: In den letzten Stunden haben viele Medien die Ereignisse kritisch beleuchtet. Besonders auffällig ist, dass die Ernennung Blanches als weiteres Symptom der fortgesetzten Politisierung der US-Justiz gewertet wird. Einige Kommentatoren warnen, dass die enge Verbindung Blanches zu Trump die Unabhängigkeit des Ministeriums weiter schwächen könnte. Laut aktuellen Recherchen werden zudem die Enthüllungen rund um Jeffrey Epstein erneut diskutiert, da Blanches Rolle bislang nicht vollständig transparent gemacht wurde. Die Debatte über den Umgang mit Spezialfonds und deren politischen Strategien dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen.

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