Dieses Mal erreicht die AfD in der Forsa-Erhebung 28 Prozent – das ist nochmal ein Prozentpünktchen mehr als vergangene Woche. Damit setzt sie sich mit sieben Punkten Abstand vor die Union, die unverändert bei 21 Prozent verharrt. Auf Platz drei landen wie gehabt die Grünen mit stabilen 16 Prozent. SPD und Linke teilen sich mit je 12 Prozent praktisch das Mittelfeld, wobei die Linke leicht Federn ließ. Die FDP bleibt am unteren Tabellenende mit 4 Prozent hängen.
Bemerkenswert bleibt die große Zahl jener, die weder jetzt ihre Stimme abgeben würden noch wissen, wen sie wählen sollten: Satte 27 Prozent lassen sich entweder gar nicht mobilisieren oder sind schlicht ratlos – ziemlich viel, darüber könnte man länger nachdenken. Offensichtlich fehlt es an Begeisterung oder Grundvertrauen in die Parteien, zumal 56 Prozent der Befragten gar keiner Partei zutrauen, Deutschlands Probleme zu wuppen. Wenig schmeichelhaft.
Was das Zutrauen in Sachkompetenz angeht: Nur rund ein Siebtel (14 Prozent) traut überhaupt der AfD zu, die Herausforderungen des Landes am besten zu meistern. Auch bei der Union bröckelt in der Hinsicht das Vertrauen (12 Prozent). Grünen, Linken und SPD bleibt jeweils nur ein bescheidener Rest an Kredit – die SPD sackt sogar auf 4 Prozent ab.
Und beim Kanzler? Die Zufriedenheit mit Friedrich Merz dümpelt weiter auf niedrigem Niveau: 14 Prozent geben ihm ein gutes Zeugnis, 85 Prozent tun das Gegenteil. Selbst CDU/CSU-Anhänger sind tief gespalten: Die Hälfte hält wenig bis nichts von seiner Arbeit, 48 Prozent sind einigermaßen einverstanden. Aus den anderen Lagern kommt praktisch kaum Rückhalt.
Eine andere, geradezu düstere Baustelle: Die wirtschaftliche Erwartungshaltung in der Bevölkerung schwindet zusehends. Nur noch jeder Neunte glaubt an wirtschaftlichen Aufschwung. Ganze 73 Prozent nehmen eher einen negativen Kurs für die Zukunft an, 16 Prozent hoffen auf Stillstand. Im Ganzen betrachtet: Der ökonomische Pessimismus schlägt aktuell fast alle Rekorde der letzten Wochen.
Die Zahlen entstammen einer Forsa-Erhebung für RTL Deutschland (Stichprobe: 2.501 Personen, Zeitraum: 28. Juli bis 3. August 2026).
Die aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass die AfD mit 28 Prozent nach wie vor vorne liegt, während die Union weiterhin auf 21 Prozent kommt. Besonders bemerkenswert bleibt der hohe Anteil an Unentschlossenen beziehungsweise Nichtwählern mit 27 Prozent – ein Zeichen für politische Frustration oder Verunsicherung in der Bevölkerung. Das Vertrauen in Parteien und den Bundeskanzler ist gering, und pessimistische Einstellungen zur wirtschaftlichen Zukunft nehmen weiter zu. Im Vergleich zu anderen aktuellen Wahlumfragen (z.B. Allensbach oder Insa) setzt sich dieser Trend fort: Die AfD profitiert von einer allgemeiner Politikverdrossenheit, während insbesondere wirtschaftliche Zukunftssorgen viele Wähler verunsichern oder abwinken lassen. Im internationalen Kontext zeigt sich ein ähnliches Bild: In vielen europäischen Ländern erleben Parteien am rechten Rand derzeit Stimmenzuwächse, häufig verbunden mit ökonomischer Frustration und Vertrauensverlust gegenüber den etablierten Parteien. Die wachsende Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland – ausgelöst durch Themen wie Inflation, Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten – prägt das öffentliche Meinungsbild laut neuesten Analysen von Wirtschaftsinstituten und Medien ebenfalls maßgeblich.