Samtpfoten im Social-Media-Fieber: Istanbuls Katzen faszinieren die Welt

Die türkische Metropole am Bosporus ist mehr als bewegte Geschichte, monumentale Bauwerke und das bunte Treiben zwischen Asien und Europa. Wer etwas genauer hinschaut, entdeckt: Überall huschen und dösen Katzen – und die sind inzwischen zu heimlichen Stars geworden, nicht nur im echten Leben, sondern auch viral im Netz.

heute 14:42 Uhr | 3 mal gelesen

Katzen gehören zu Istanbul wie Tee zum Frühstück und das Lachen zur Teestube. Sie schlendern mit stoischer Gelassenheit zwischen den Menschen umher, liegen auf Motorrollern rum oder beobachten das Getümmel vom Fenstersims aus – als wären sie schon immer die eigentlichen Herrscher dieser Stadt. Schon in osmanischer Zeit waren sie schnurrende Alltagsbegleiter und Mäusejäger. Jetzt sind sie, wie ich es sehe, zum Liebling der Smartphones und Kameras geworden: TikTok, Insta & Co. lieben die fotogenen Streuner Istanbuls. Warum? Vielleicht wegen dieser Mischung aus Zauber, Nonchalance und vollkommenem Selbstverständnis, mit dem sie sich auf eine Formel-1-Piste oder mitten auf den grünen Rasen eines Fußballfinals legen, als wäre das ihr gutes Recht. Viele, vielleicht die meisten Besucher, geraten schon beim ersten Spaziergang in der Altstadt in Katzenbegeisterung und posten fleißig unter Hashtags wie #CatsOfIstanbul. Was auffällt: Manche dieser Samtpfoten sind fast schon Stammgäste im Konzertsaal oder Theater. Andere begleiten Büroangestellte zur Arbeit oder Fahrgäste an der Fähre, als hätten sie amtlich bestätigte Schichtpläne. Manchmal frage ich mich, ob diese Tiere wissen, wie sehr sie als Maskottchen der Stadt gefeiert werden. Am 8. August – Internationaler Katzentag – organisiert Istanbul besondere Ehrungen für seine vierbeinigen Einwohner, was inzwischen schon fast Tradition hat. Denn im Zeitalter von Instagram und TikTok gewinnt die Katzenliebe auch einen ganz praktischen Mehrwert: Neue Studien zeigen, dass vor allem jüngere Reisende durch solche Bilder und Videos ihre Reiseziele auswählen. Da hat Istanbul klar die Nase oder besser: die Pfote vorn. Man muss gar nicht wissen, wo die besonders legendären Katzen wohnen – irgendwo zwischen Sultanahmet und Galata schnurren sie einem ohnehin über den Weg. Sie sind gefühlt omnipräsent zwischen Minaretten, Basaren und Fischerbooten; ob im Garten einer Moschee, auf dem Friedhof unter alten Bäumen, in einem hippen Café in Balat oder in den stilleren Gassen von Moda. Und wem das alles noch nicht reicht: In Galata widmet ein eigenes Museum diesen besonderen Stadtbewohnern Kunstwerke und Kuriositäten. Vielleicht liegt der eigentliche Zauber dieser Metropole ja darin, dass sie Platz lässt – für jahrhundertealte Ehrfurcht und spontanes Streicheln, für Kunst genauso wie für Katzen, für lautes Leben und stille Momente. Wer dann noch einen Selfie-Stick zückt, die Ohren spitzt und das leise Miauen vernimmt, der weiß: Istanbul wäre nicht Istanbul ohne seine Katzen.

Die Katzen Istanbuls sind inzwischen nicht mehr allein Straßenbewohner, sondern prägen das kulturelle und emotionale Leben der Stadt. So werden die Tiere nicht nur fürs Stadtbild und das nachbarschaftliche Miteinander geschätzt, sondern dienen in Zeiten von sozialen Medien immer öfter auch als Magnet für Touristen – vor allem die jüngeren Generationen lassen sich von Videos und Fotos in sozialen Netzwerken zu Reisen inspirieren. Laut Medienberichten und aktuellen Studien sind insbesondere Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube für diese Entwicklung verantwortlich, wobei der sogenannte Katzentourismus zur Marke geworden ist und Istanbul damit einen einzigartigen Mehrwert unter Weltstädten erhält. ({"Quelle": "https://www.dw.com/de/katzen-von-istanbul-lieblinge-der-stadt-und-des-internets/a-68539782"}) {} ( Erweiterung basierend auf aktuellen Recherchen: 1. In einem ausführlichen Artikel wird beschrieben, wie Streetart, Cafés und Initiativen in Istanbul den Katzenkult umarmen: Freiwillige übernehmen die Pflege der Straßenkatzen, die zum festen Element im Alltagsleben gehören, während lokale Geschäfte eigene Katzenecken einrichten; Istanbul profitiert dabei von einem positiven Image als katzenfreundliche Stadt (Quelle: Quelle: DW). 2. Ein Bericht beleuchtet die Rolle der Tiere in der Kulturgeschichte der Stadt und wie die Liebe zu den Katzen als verbindendes Element für Einheimische dient; Diskussionen über Tierschutz und den Umgang mit Streunern sind dabei ebenfalls Thema und zeigen, dass die Akzeptanz der Katzen nicht nur folkloristischer Natur, sondern auch Bestandteil moderner Stadtplanung geworden ist (Quelle: Quelle: Zeit). 3. Ein weiterer Beitrag unterstreicht, wie Istanbuls Katzen zur Inspirationsquelle für Künstler, Filmproduktionen und digitale Medien werden – von erfolgreichen Dokumentarfilmen bis zu Merchandising-Produkten – und dass Organisationen wie Animal Welfare Istanbul verstärkt für den Schutz wie auch für die medizinische Versorgung der Tiere sorgen (Quelle: Quelle: taz).

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