Anstieg bei freiwilligen Rückreisen abgelehnter Asylbewerber

Mehr Menschen als zuvor verlassen Deutschland freiwillig nach negativem Asylbescheid – die Zahlen steigen auffällig.

heute 01:02 Uhr | 1 mal gelesen

Mir fällt dabei auf, dass aktuell deutlich mehr Menschen über die offiziellen Rückkehrprogramme Deutschland verlassen. Laut neuen Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sind im ersten Halbjahr 2026 immerhin 9.276 Personen freiwillig in ihre Heimat oder Drittstaaten zurückgekehrt – ein ziemlicher Sprung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 7.348. Das spüren vermutlich nicht nur die Behörden, sondern auch die unterstützenden Organisationen. Interessant auch: Für das ganze letzte Jahr summierten sich diese geförderten Rückreisen auf knapp 16.600, während es 2024 noch ungefähr 10.400 waren. Diese Unterstützung spiegelt sich auch in weiteren Maßnahmen wider: Beim REAG/GARP-Programm zahlt der Bund Flugtickets, gibt Geld für den Start im Heimatland – 1.000 Euro pro Erwachsenen, 500 pro Kind. Wieder möglich ist seit 2025 sogar eine Rückkehr nach Syrien, zuvor wegen Bürgerkrieg bis auf Weiteres ausgesetzt.
Was auffällt: Trotz dieser Entwicklung bleiben über 250.000 Menschen ausreisepflichtig, über 75 Prozent mit einer Duldung, teilweise mit Ausbildungs- oder Beschäftigungsstatus. Der Rest? Unterschiede verschwimmen – einige werden abgeschoben, andere gefördert zur Rückreise motiviert. In diesem ersten Halbjahr 2026 fanden laut Behörden fast 19.000 Abschiebungen statt, teils zwangsweise, teils unterstützt – auch das sagt viel über die Lage aus. Dass so viele geförderte Ausreisen stattfinden, bringt eine stille Verschiebung: Es ist kein lauter Prozess, sondern ein oft übersehener Wechsel von Lebenswegen.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 haben spürbar mehr ausreisepflichtige Menschen Deutschland im Rahmen geförderter Programme freiwillig verlassen: 9.276 gegenüber 7.348 im Vorjahreszeitraum, der Trend setzt sich fort. Das REAG/GARP-Programm übernimmt für diese Personen Reise- und Startkosten, was offenbar attraktiver wird, zumal seit 2025 Rückreisen nach Syrien wieder gefördert sind – ein Zeichen für neue politische Einschätzungen der Sicherheitslage. Laut aktuellen Quellen und Medienberichten gibt es aber weiter einen enorm hohen Bestand an ausreisepflichtigen und geduldeten Menschen, und die Abschiebungen liegen mit fast 19.000 Fällen (Januar–Juni 2026) auf hohem Niveau.

Recherchen zeigen, dass vor allem die politischen Debatten über Migration und Abschiebung wieder an Schärfe zugenommen haben (z.B. laut Süddeutscher Zeitung und ZEIT: Forderungen nach mehr Druck auf Herkunftsstaaten und eine härtere Linie beim Umgang mit Ausreisepflichtigen). Mehrere Medien (FAZ, Spiegel) weisen zudem darauf hin, dass Kommunen und Länder zum Teil überfordert wirken und verstärkt Unterstützung vom Bund fordern, während Hilfsorganisationen Kritik an den Bedingungen und am menschlichen Umgang üben. Darüber hinaus berichten einige Portale (taz, DW), dass betroffene Menschen häufig zwischen Hoffnung und Perspektivlosigkeit schwanken und die Rückkehr ins Herkunftsland eine schwierige, oft mit Unsicherheit verbundene Entscheidung bleibt.

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