Einsatzkräfte des BKA und der Polizei rückten am Freitagabend und Samstag massiv nach Großkugel aus, um dort ein ausgedehntes Feld nach Spuren abzusuchen – nicht zum ersten Mal. Ein verdächtiges Areal wurde großzügig abgesperrt, offenbar weil er als möglicher Tatort gilt. Großkugel liegt nur etwa zwei Kilometer neben dem Flughafengelände, das sich bis zu sechs Kilometer erstreckt – die Nähe lädt zu wilden Spekulationen ein. Erinnerung an die Vorfälle: In der Nacht vom 4. auf den 5. August wurde am Flughafen zuerst eine Drohne mit Sprengstoff neben einer ukrainischen Frachtmaschine entdeckt, was zur tagelangen Sperrung führte. Danach geschah noch Kurioseres – eine Boeing musste durchstarten, weil eine zweite Drohne herumirrte, und kollidierte prompt mit ihr. Danach wurde politisch sofort klargestellt: Hier waren Experten am Werk, vermutlich gesteuert von Akteuren jenseits der deutschen Grenze. Bundesinnenminister Dobrindt nannte die Täter „Profis“, bald machten US-Geheimdienste Russland als Drahtzieher aus. Ob das so stimmt? Man weiß es nicht, die Ermittlungen laufen noch – aber die Sorge vor weiteren Angriffen schwebt über allem.
Das BKA intensiviert die Suche nach Beweisen im fraglichen Gebiet, während internationale Geheimdienste Russland als möglichen Urheber der Angriffe benennen. Auch Tage nach dem Vorfall sind viele Fragen ungelöst – nicht zuletzt, wie solche Drohnenangriffe an einem wichtigen deutschen Frachtknoten unerkannt möglich waren. Neue Details aus Berichten der 'Süddeutsche Zeitung' legen nahe, dass die Sicherheitslücken am Flughafen größer sein könnten als bisher angenommen, was politische Debatten über bessere Überwachung und Drohnenabwehr laut werden lässt.