„Das Vereinigte Königreich und Deutschland stehen als verlässliche Partner Seite an Seite“, schrieb Merz am Montag, ein Hauch Pathos in den Zeilen. In unruhigen Zeiten wie diesen, so fügte er an, merke man, wie tief das Band sei, das beide Länder verknüpfe. Er persönlich sei offen und neugierig auf einen Austausch mit Burnham über die Aufgaben, auf die sich beide Nationen zubewegen – und lud den Premier prompt nach Berlin ein, auf einen ersten Plausch, vielleicht Kaffee. Regierungssprecher Stefan Kornelius, ein Mann, der selten um klare Worte verlegen ist, gab sich optimistisch: Das bisherige Verhältnis sei exzellent, besonders auch durch die Zusammenarbeit mit Burnhams Vorgänger Keir Starmer. Für die Zukunft: Bitte so weitermachen – auf dem soliden Grund des Kensington-Vertrages von 2025, schließlich sei das, salopp gesagt, der Kitt nach dem Brexit. Was eine mögliche stärkere Hinwendung der Briten zur EU angeht, zeigte Kornelius sich zurückhaltend: Das sei allein Sache Londons, aber jede Bewegung, die Europa und Großbritannien enger zusammenrücken lasse, sei willkommen. Übermäßige Erwartungshaltungen? Fehlanzeige. Begleiten und unterstützen wolle man das Geschehen, aber eben aus der Beobachterrolle heraus.
Bundeskanzler Friedrich Merz gratulierte Andy Burnham zu dessen Amtsübernahme als britischer Premierminister und unterstrich die Bestrebungen, das enge deutsch-britische Verhältnis weiter auszubauen – insbesondere basierend auf dem Kensington-Vertrag, der nach dem Brexit als Eckpfeiler der bilateralen Beziehungen steht. In aktuellen Medien wird hervorgehoben, wie wichtig stabile Partnerschaften angesichts globaler Unsicherheiten sind; insbesondere die wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheitsfragen und der fortlaufende Austausch bezüglich der Beziehungen Großbritanniens zur EU gewinnen an Bedeutung. Neuere Recherchen zeigen: Deutsche Politik und Medien sehen Burnham als Chance, den britisch-europäischen Dialog zu erneuern – etwa, indem auf pragmatische, gemeinsame Projekte in Digitalwirtschaft und Klima gesetzt wird, statt auf große Symbolhandlungen.