DGB schlägt Alarm: Massive Bedenken gegen gesetzlich möglichen 13-Stunden-Arbeitstag

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt die Regierung, neue Regelungen zur Wochenarbeitszeit an Tarifabschlüsse zu knüpfen und warnt eindringlich vor Risiken extremer Alltagsbelastungen.

heute 00:03 Uhr | 3 mal gelesen

Anja Piel vom DGB meldet sich deutlich zu Wort: Für Arbeitszeitmodelle ist der Verhandlungstisch der Tarifpartner der richtige Ort, betont sie in einem Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die derzeitige Begrenzung auf den Acht-Stunden-Tag dürfe keinesfalls aufgeweicht werden, betont Piel. Andernfalls könnten auf einmal in jedem Job Schichten von bis zu 13 Stunden am Tag legal werden. Das bestehende Arbeitszeitgesetz, manchmal als starr kritisiert, sieht Piel vor allem als Schutzschild für die Millionen Beschäftigten – als Bollwerk gegen Überstunden und Unfallrisiken, nicht als Klotz am Bein der Flexibilität. Der politische Streit dreht sich um den Vorschlag von Arbeitsministerin Bärbel Bas, Wochenarbeitszeiten im Rahmen von Tarifverträgen zu erlauben – doch sowohl Unionsparteien als auch Unternehmerverbände wollen mehr Freiräume. Laut Koalitionsvertrag steht zumindest die Idee im Raum, vom klassischen Tageslimit auf ein wöchentliches Maximum umzuschwenken. Piel verweist übrigens darauf, dass schon jetzt das Gesetz Zehn-Stunden-Tage an sechs Werktagen ermöglicht. Aber was Beschäftigte wirklich brauchen, sei kein nach hinten verschiebbares Feierabendglas – sondern Verlässlichkeit, klare Regeln und Unterstützung durch Tarifvereinbarungen, gute Kitas und Ganztagsbetreuung. Ein 'gesetzlicher 13-Stunden-Tag'? Das helfe niemandem.

Im Zentrum der Debatte steht die Angst vor einem Dammbruch beim Arbeitszeitrecht: Der DGB, speziell Anja Piel, warnt eindringlich davor, gesetzlich einen 13-Stunden-Tag zu ermöglichen, was aus ihrer Sicht die Gesundheit und Sicherheit von Millionen gefährden würde. Das Arbeitszeitgesetz solle Beschäftigte weiterhin klar schützen und Veränderungen dürften nur auf tariflicher Ebene erfolgen, damit beide Seiten, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, vernünftige Lösungen aushandeln können. Die wirtschaftlichen Interessen nach mehr Flexibilität stoßen auf massive Bedenken von Gewerkschaften, die sich auf arbeitsmedizinische Studien stützen, wonach lange Schichten Übermüdung, Fehler und Unfälle deutlich erhöhen könnten. Recherchen aus aktuellen Artikeln zeigen zudem, dass die allgemeine Stimmung in der Arbeitnehmerschaft von Unsicherheit geprägt ist – viele fürchten, die Balance zwischen Berufs- und Privatleben könne bei weiteren Flexibilisierungen kippen. Auf mehreren Nachrichtenplattformen wird das Thema kontrovers diskutiert, wobei Expertinnen und Experten ebenso wie Beschäftigte selbst, unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Mal steht die Wettbewerbsfähigkeit im Fokus, mal die soziale Absicherung.

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