Um ehrlich zu sein: Wer hätte es gedacht? Während noch mancherorts geunkt wird, das Land stecke wirtschaftlich im Morast fest, zeichnen Stefan Hoops und André Haagmann, die Köpfe hinter DWS und Union Investment, ein anderes Bild. In einem Beitrag für die 'Bild' zeigen sie sich zuversichtlich: 2026 soll das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent zulegen – trotz Widrigkeiten wie dem Konflikt mit Iran oder den wellenartigen Ausschlägen beim Ölpreis. Ihrer Einschätzung nach hat die deutsche Wirtschaft sogar schon im ersten Halbjahr 2026 zugelegt. Interessant: Die Investitionsbereitschaft ist offenbar gestiegen, die Auftragsbücher füllen sich, teils so stark wie seit den Jahren 2016/17 nicht mehr. Rund sechs Prozent mehr Aufträge im Vergleich zum Vorjahr, das klingt nach gesundem Muskelspiel. Auch bei der Neugründer-Szene tut sich was. Hoops und Haagmann betonen, dass der Unternehmergeist aufgeflammt und die Zahl der Neugründungen auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren ist. Man könnte fast meinen: Alte Rezessionsängste gehören in die Mottenkiste – zumindest vorerst. Zwar bleibt die Unsicherheit durch geopolitische Spannungen bestehen, aber das Vertrauen in die Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft vieler Unternehmen scheint ungebrochen.
Die Prognose von DWS und Union Investment für das BIP-Wachstum 2026 ist überraschend positiv, was angesichts diverser globaler Krisen bemerkenswert ist. Laut aktuellen Wirtschaftsdaten verzeichnet Deutschland tatsächlich einen Anstieg bei Auftragseingängen und Unternehmensgründungen, was vielen Unternehmen Planungssicherheit gibt – dennoch bleibt der Ausblick angesichts der schwankenden Ölpreise und internationalen Konflikte fragil. Neuere Analysen zeigen außerdem, dass digitale Technologien und grüne Transformation die Widerstandskraft der deutschen Wirtschaft stärken – und die Stimmung in vielen Branchen sich allmählich von der jahrelangen Krisenstimmung erholt.