Eifel: Weitere Dörfer wegen belgischem Waldbrand evakuiert

Ein lodernder Waldbrand im Naturpark Hohes Venn auf belgischer Seite greift weiter um sich – auch im deutschen Teil der Eifel müssen weitere Dörfer ihre Häuser verlassen.

heute 07:28 Uhr | 1 mal gelesen

Die Lage bleibt angespannt: Am frühen Sonntag erklärte die Stadt Monschau, dass Bewohner der Orte Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg nochmals eindringlich gebeten werden, bis spätestens 10 Uhr ihre Häuser zu verlassen. Wer keine Möglichkeit hat, privat unterzukommen, findet Zuflucht im Bürgercasino Imgenbroich, das als improvisierte Sammelstelle dient. Die Ursache für die Unruhe? Das Feuer im nahegelegenen Hohen Venn frisst sich weiter Richtung Grenze, unterstützt vom Wind und anhaltender Trockenheit. Die Behörden warnen: Schon im Lauf des Tages könnten Rauchwolken und Aschepartikel die Luftqualität massiv verschlechtern. Irgendwie bedrückend, selbst wenn man sicher untergebracht ist – der Gestank von brennendem Moor bleibt selbst bei geschlossenen Fenstern spürbar.

Aktuell zwingt ein großflächiger Brand im belgischen Hochmoor Hohes Venn die Behörden, in mehreren Eifeldörfern Evakuierungen durchzuführen. Nach offiziellen Angaben werden besonders die Menschen in unmittelbarer Grenznähe davor gewarnt, wegen der anziehenden Rauchentwicklung in ihren Häusern zu bleiben. Die Feuerwehr ist mit zahlreichen Kräften im Einsatz, unterstützt auch durch Hubschrauber aus Belgien und Deutschland. Die Region Hohes Venn ist für ihre empfindlichen Moor-Ökosysteme bekannt, die wegen des trockenen Frühjahrs derzeit besonders brandgefährdet sind. Laut aktuellen Berichten handelt es sich um einen der größten Waldbrände der Region in den letzten Jahrzehnten – eine Belastungsprobe für alle Beteiligten.

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