Am frühen Montagmorgen bebt in Kolumbien der Boden – aber nicht nur im wörtlichen Sinne. Ausgerechnet Pereira, Manizales und Buenaventura trifft das Unglück besonders hart: Mindestens 22 Menschen sterben, viele weitere sind verletzt oder gelten noch als vermisst. Die Zahlen schwanken, die Unsicherheiten sind greifbar. Laut Angaben der US-Geologiebehörde (die, auch wenn sie nicht immer unfehlbar ist, international oft als Maßstab dient) liegt die Einschätzung, dass zwischen 100 und 1000 Menschen ums Leben kommen könnten, immerhin bei 35 Prozent – das ist beunruhigend hoch.
Präsident Abelardo de la Espriella, offenbar sichtlich betroffen, ordnet umgehend einen Krisenstab an und kündigt seine Reise nach Pereira an. Was bleibt ihm anderes übrig? Der öffentliche Druck wächst. Sechs Flughäfen – ein Detail, das fast schon untergeht im ganzen Chaos – müssen dicht machen, unter ihnen die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der Region. Die zivile Luftfahrtbehörde betont, kein Start, keine Landung, bevor nicht alles auf Herz und Nieren geprüft wurde. Während Teile des Landes noch versuchen zu begreifen, was passiert ist, machen Natur und Bürokratie keine Pause: In der Umgebung von Cali und Manizales haben Erdrutsche gleich mehrere Straßen blockiert – eine entmutigende Kettenreaktion, die viele vom Rest der Welt abschneidet.
Langsam sickern erste Schilderungen Betroffener durch. Ein Durcheinander aus Angst, Trotz, vielleicht auch Hilfsbereitschaft – niemand weiß so genau, was die nächsten Stunden bringen.
In Kolumbien hat ein Erdbeben der Stärke 7,4 den Westen des Landes stark erschüttert. Mindestens 22 Menschen kamen ums Leben, und es gibt Hinweise auf noch höhere Opferzahlen. Präsident De la Espriella hat schnelle Hilfe zugesichert, mehrere Flughäfen sind geschlossen, und Erdrutsche behindern wichtige Verkehrsverbindungen. Die Versorgungslage ist vielerorts prekär, zahlreiche Häuser und öffentliche Gebäude gelten als schwer beschädigt. Aktuelle Berichte unabhängiger Medien zeichnen das Bild einer angespannten Situation, die noch Tage anhalten könnte. Nach mehreren Nachbeben sind die Menschen verunsichert und harren im Freien aus, weil sie neue Erschütterungen fürchten. Laut internationalen Hilfsorganisationen läuft die Unterstützung langsam an; Kolumbiens Behörden werden auf ihre Krisenfähigkeit getestet.