Grüne und Linke setzen neue Maßstäbe im Ost-Wahlkampf durch Rekordetats

In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bündeln Grüne und Linke bislang nie dagewesene Summen für ihre Wahlkampagnen.

heute 17:58 Uhr | 2 mal gelesen

Die "Welt" berichtet, dass Grüne und Linkspartei in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern so viel Geld wie nie zuvor für ihre Wahlkämpfe mobilisieren. Laut eines Sprechers der Grünen stehen im Bundesland Sachsen-Anhalt insgesamt 1,5 Millionen Euro bereit – der Großteil liegt beim Landesverband, ein kleinerer Teil verteilt sich auf diverse Kreisverbände. Diese Summe übertrifft den bisherigen Spitzenwert deutlich; bemerkenswert ist, dass fast die Hälfte der Mittel durch Spenden von Privatleuten zusammenkamen. Das Spendenniveau sei im Vergleich zu früheren Wahlkampfrunden außergewöhnlich hoch — auch in Mecklenburg-Vorpommern war die Unterstützung stark: Die Grünen dort haben ihr Budget von ursprünglich 350.000 Euro auf stolze 800.000 Euro angehoben. Möglich gemacht hat das unter anderem eine gezielte Spendenkampagne zweier Unternehmer, die Privatspenden für die Partei verdoppelten, sowie intensive Hilfestellung durch verschiedene Parteigliederungen. Nicht nur die Grünen, auch die Linken rüsten auf. Der Verband aus Mecklenburg-Vorpommern plant mit rund 600.000 Euro – so üppig war der Etat laut Partei noch nie. Hier kommen die Spenden ebenfalls ausschließlich von Privatpersonen. In Sachsen-Anhalt liegt das Wahlkampfbudget der Linken bei etwa 562.000 Euro, das ist mehr als in früheren Jahren. Die Ursache sehen Parteisprecher unter anderem in gestiegener öffentlicher Wahrnehmung und verbesserten Umfragewerten — wobei man das noch vorsichtig einordnet. Erstaunlich bleibt: Noch nie war in Ostdeutschland das finanzielle Engagement in Wahlkämpfe von links-grüner Seite derart gewaltig.

Sowohl die Grünen als auch die Linke investieren vor den anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Gelder – hauptsächlich finanziert durch stark angewachsene Spendeneinnahmen von Privatpersonen, was eine neue Dimension im ostdeutschen Wahlkampf darstellt. Neben den selbst aufgebauten Spendenkampagnen sorgen gezielte Verdopplungsaktionen durch Unternehmer sowie Binnenunterstützung für kräftigen Mittelzufluss. Mehrere Medien (z.B. Der Spiegel) heben zudem hervor, dass hohe Wahlkampfbudgets für erhöhte Sichtbarkeit in gesellschaftlich angespannter Lage zunehmend entscheidend werden und Parteien trotz finanzieller Offensiven gegen sinkendes Vertrauen, polarisierte Stimmung und den Erstarken radikaler Kräfte ankämpfen müssen. Aufgrund der aktuellen Berichterstattung zeigt sich, dass nicht nur mehr Gelder gesammelt, sondern auch neue, breiter angelegte Spendenstrategien entscheidend geworden sind, um in der zweiseitigen Konkurrenz zwischen Dynamik und politischer Unsicherheit in Ostdeutschland zu bestehen.

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