Laut Fifa soll der Konsultationsprozess fortlaufen, um sicherzustellen, dass alle Mitgliedsverbände auf Basis gesicherter Informationen abstimmen können – das klingt fast schon wie ein kleiner Spagat zwischen Transparenz und Durchsetzung eigener Agenda. Der Verband beschuldigte die Medien zudem, Falschmeldungen zu verbreiten, und betonte, dass „niemand den Fußball verkauft – das kommt für die Fifa gar nicht infrage.“
Die UEFA zeigte sich kämpferisch und brachte sogar einen Boykott sämtlicher Fifa-Turniere ins Spiel. Concacaf zeigte sich vor allem wegen der knappen Fristen, des mangelnden Prozesses und der fehlenden Zustimmung durch Fifa-Organe alarmiert. Auffällig: Fast scheint es, als würde im Hintergrund ein Machtkampf darüber toben, wem der Fußball eigentlich gehören soll – ziemlich aufgeladen für das, was offiziell nur 'Anteilsgeschäfte' sein sollen. Übrigens: So richtig klar ist mir persönlich noch nicht, ob das alles dem Sport wirklich dient oder eher wieder nur den langsam schmutzig werdenden Händen des großen Spiels ums Geld.
Die Kontroverse um die geplanten Investorenbeteiligungen der Fifa an den Vermarktungsrechten der Weltmeisterschaft hat sich zuletzt weiter zugespitzt. Während UEFA und Concacaf vor allem mangelnde Transparenz und einen überstürzten Prozess kritisieren, verweist die Fifa nach außen auf einen noch laufenden Beratungsprozess - im Kern hält Infantino aber stur an seiner Linie fest. Für noch mehr Sprengstoff sorgt, dass laut Berichten möglicher Einfluss und Kontrolle privater Geldgeber über zentrale Fußballentscheidungen befürchtet werden. Neuere aktuelle Medienrecherchen – beispielsweise von der Zeit und Spiegel – weisen darauf hin, dass zahlreiche Fußballverbände aus Afrika und Asien der Fifa eher folgen dürften, während europäische und amerikanische Verbände verstärkt auf einen Stopp drängen. Unterdessen mehren sich die Stimmen, dass ein Ausverkauf des Sports drohen könnte, die Fifa sich jedoch auf ihre Rolle als globaler Verband beruft, der 'keine regionale Dominanz' dulden möchte.