Friedrich Merz führt erstes Telefonat mit Premier Burnham

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Andrew Burnham, dem frisch ins Amt gekommenen britischen Premierminister, telefonisch gratuliert. Regierungssprecher Stefan Kornelius gab dies am Montag bekannt.

20.07.26 22:58 Uhr | 5 mal gelesen

Es ist schon interessant: Kaum ein Wechsel in Downing Street 10, schon klingelt das Telefon in Berlin. Burnham und Merz – offenbar auf einer Wellenlänge, was die deutsch-britische Partnerschaft angeht. Beide betonten im Gespräch, dass ihnen die enge Zusammenarbeit sehr am Herzen liegt. Irritierend vielleicht, wie oft solche Floskeln in Regierungskreisen fallen – aber gut, Substanz zählt ja auch, nicht nur Worte. Konkret: Die Umsetzung des Vertrags von Kensington soll weiter vorangebracht werden. Zu Russland und der Ukraine zeigten Merz und Burnham einen klaren Schulterschluss: Unverändert steht die Unterstützung Kiews im Vordergrund, verbunden mit dem Ziel, den Druck auf Moskau hochzuhalten. Ernste, ehrliche Verhandlungen über einen langen Frieden – das bleibt angeblich der Kurs. Manchmal frage ich mich, wie realistisch das noch ist.

Beim ersten Anruf zwischen Friedrich Merz und Andrew Burnham stand die Fortführung der deutsch-britischen Beziehungen im Vordergrund, insbesondere die weitere Umsetzung des sogenannten Vertrags von Kensington, der eine engere politische und wirtschaftliche Kooperation vorsieht. Besonderes Augenmerk lag auf der Ukraine – beide Politiker betonten, dass Europa nur gemeinsam der russischen Aggression begegnen kann und Kiew dafür jede erdenkliche Unterstützung erhalten soll. Neu hinzugekommen ist die Information, dass laut britischer und deutscher Medien die Regierungen zudem über einen Ausbau der Energiepartnerschaft und mögliche digitale Infrastrukturprojekte beraten – ein Aspekt, der angesichts der jüngsten geopolitischen Spannungen zusätzliche Bedeutung erlangt hat.

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