Sowohl das Hauptbeben, als auch Nachbeben – das stärkste davon immerhin bei 6,1 – haben Häuser und auch die Infrastruktur beschädigt. Am Hafen von Maumere etwa sind Teile des Fährterminals völlig in sich zusammengefallen. Ich habe ein Video gesehen, in dem Passagiere panisch versuchen, den einstürzenden Betonklötzen auszuweichen. Sogar ein Steg stürzte ins Meer und riss Wartende mit sich. Das macht fassungslos.
Besonders bedrückend ist, dass viele Menschen im Schlaf von einstürzenden Dächern überrascht und getötet wurden – das berichtet der Gouverneur. Die Tsunami-Warnung, die nach dem Beben ausgegeben wurde, ließ die Menschen in Scharen ins Landesinnere flüchten; rund 2.000 konnten sich laut Behörde retten. Nach etwa drei Stunden wurde die Warnung wieder aufgehoben, glücklicherweise stieg der Meeresspiegel nicht bedrohlich an.
Über die Provinzen Sikka, Manggarai und Ost-Manggarai erstreckt sich das ganze Ausmaß – viele Verletzte, zahlreiche Häuser zerstört, die Strom- und Wasserversorgung abbauen. Indonesien liegt an einem echten Hotspot für Erdstöße, und wieder einmal werden die Risiken unseres Planeten schmerzhaft spürbar.
Indonesien ist erneut von einem starken Erdbeben getroffen worden, das die Sorgen um Sicherheitsstandards und Katastrophenschutz in dem Erdbeben-geneigten Land neu entfacht. Neben den mindestens 14 bisher bestätigten Todesopfern gibt es Dutzende Verletzte und erhebliche materielle Schäden in mehreren Provinzen von Flores. Internationale Organisationen wie das Rote Kreuz und lokale Hilfsgruppen sind im Einsatz, um Notunterkünfte und medizinische Versorgung sicherzustellen – doch schlechte Straßen und Nachbeben erschweren ihre Arbeit zusätzlich. Auch ein lokaler Tsunami blieb glücklicherweise aus, obwohl die Angst vieler Einwohner nach den Erfahrungen der letzten Jahre tief sitzt. Indonesiens Katastrophenschutz warnt weiterhin vor möglichen Nachbeben, und die Regierung hat finanzielle Soforthilfen zugesagt. Die internationale Berichterstattung hebt besonders hervor, wie verwundbar dünn besiedelte Regionen angesichts solcher Naturereignisse bleiben.