Innenansicht: NRW-SPD ringt um frisches Image

Nachdem Torsten Burmester, Kölns Oberbürgermeister, bereits den Finger in die Wunde gelegt hatte, bringt jetzt auch Jochen Ott, SPD-Spitzenmann in NRW, eine Generalüberholung des Außenauftritts der Sozialdemokraten ins Spiel. Es geht um mehr als neue Farben – es geht ums Herzstück ihrer Geschichte. „Wir brauchen endlich eine echte Linie“, meint Ott gegenüber dem ‚Kölner Stadt-Anzeiger‘.

heute 06:34 Uhr | 3 mal gelesen

Eigentlich, so Ott, beschränkt sich die SPD bisher oft darauf, als Stoppschild auf der politischen Autobahn unterwegs zu sein. Klar, das verhindert Crashs – aber begeistert niemanden dauerhaft. Laut Ott fehlt halt die große Story: Wo will die SPD eigentlich hin, wenn sie denn mal vorne im Regierungskonvoi fährt? Spannend: Ott nimmt sich die britische Labour-Partei als Vorbild – genauer gesagt, Andy Burnham, der in Großbritannien mit neuen Ideen für Auftrieb sorgt. Für Ott liegt der Schlüssel darin, Menschen im Alltag konkret zu entlasten und nicht bloß zu versprechen, dass 'alles nicht schlimmer geworden' ist. In die gleiche Kerbe schlägt Burmester, wobei er betont: Nur als Verteidiger gegen Schlimmeres aufzutreten, macht Bürgerinnen und Bürger mürbe. Er fordert stattdessen eine neue Vision von sozialer Marktwirtschaft, die Freiheit für Unternehmer und zuverlässige Unterstützung für jene kombiniert, die gerade straucheln – vorausgesetzt, der Wille zur Arbeit ist da. Unterm Strich: Die SPD steht an einem Kreuzweg – Bleibt sie Tempolimit oder wird sie endlich Wegweiser?

Die nordrhein-westfälische SPD diskutiert aktuell intensiv über ihr Erscheinungsbild und ihre Rolle in der Bundesregierung. Führende Köpfe wie Jochen Ott und Torsten Burmester fordern, von der reinen Blockadepolitik – also einer Art politischem Stoppschild – wegzukommen, und stattdessen eine mitreißende Vision zu präsentieren. Sie sehen in der britischen Labour-Partei ein Beispiel für frischen Wind, während parallel auch Debatten über soziale Marktwirtschaft, mehr wirtschaftliche Freiheit und gezielte staatliche Unterstützung für Bedürftige geführt werden. Neueste Entwicklungen im Bund und den Ländern zeigen: Die SPD ringt überall sichtbar um ein verständlicheres, zukunftsorientiertes Profil. In aktuellen Medienberichten wird zudem klar, wie sehr der Druck wächst, ein gemeinsames Narrativ für die Regierungsarbeit gegenüber Wählerinnen und Wählern verständlich und glaubwürdig zu vertreten (vgl. dw.com, zeit.de).

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