Karoline Leavitt verlässt Ende August Posten als Trumps Pressesprecherin

Karoline Leavitt wird sich noch diesen Monat von ihrer Aufgabe als Pressesprecherin bei Donald Trump verabschieden.

12.08.26 22:05 Uhr | 3 mal gelesen

Die Begründung klingt bekannt: Karoline Leavitt will sich künftig stärker ihrer Familie und insbesondere den Kindern widmen – so jedenfalls informierte es Donald Trump am Mittwoch. Der US-Präsident zeigt sich nach außen hin verständnisvoll und spricht sogar von Respekt für diesen Schritt, ganz so, als sei es die normalste Sache der Welt, aus solch einem zentralen Amt auszusteigen. Auffällig ist, dass Leavitt dem Trump-Lager nicht vollständig den Rücken kehrt. Im Gegenteil: Sie soll künftig offiziell als eine der meistgehörten externen Beraterinnen Trumps fungieren und damit ihren Einfluss nicht verlieren, vermutlich auch, um ihre Loyalität zum Ex-Präsidenten weiterhin unter Beweis zu stellen. Besonders betont Trump Leavitts Engagement seit 2018 und schmeichelt ihr: Sie gehöre zu den besten Pressesprecherinnen, die das Weiße Haus je gesehen habe. Ihr besonderer Einsatz während der Wiederwahlkampagne 2024 wird ausdrücklich hervorgehoben – offenbar will man ihr ein Denkmal setzen. Ob das alles tatsächlich ihr eigener Wunsch war? Solche Abschiede sind ja oft vielschichtiger, als sie auf den ersten Blick wirken.

Karoline Leavitt gibt ihren Posten als Pressesprecherin Trumps noch im August auf – offiziell, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Gleichzeitig bleibt sie Trump als externe Beraterin erhalten und soll weiter als Stimme der Republikaner präsent sein, zumindest im Hintergrund. Die Nachfolge von Leavitt ist bisher nicht klar geregelt. Neuere Medienberichte deuten darauf hin, dass im Umfeld von Donald Trump Umstrukturierungen im Kommunikationsteam kein Einzelfall sind: Unstimmigkeiten innerhalb des Teams und eine zunehmende Polarisierung der öffentlichen Darstellung könnten Beweggründe sein. Zudem steht Trumps Pressestrategie seit Wochen unter besonderer Beobachtung, weil der Ton gegenüber den Medien rauer und die Informationspolitik zurückhaltender geworden ist.

Schlagwort aus diesem Artikel