Die jüngsten Hitzerekorde stellen laut Olaf Bandt, dem Vorsitzenden des BUND, einen deutlichen Warnruf dar: Die wachsende Temperatur, auch in den Meeren – erschreckend, wie man sagt – zeige unmissverständlich, dass Deutschland und auch die Bundesregierung beim Klimaschutz einen Zahn zulegen müssten. Die Emissionen müssten zügig sinken, andernfalls steuere man weiter auf eine Zuspitzung der Krisen zu. Bandt betonte in einem Interview mit der "Rheinischen Post", dass der Schlüssel in einem echten Wechsel hin zu erneuerbaren Energien liege: von der Wärmepumpe anstelle der Gasheizung, E-Autos und Ausbau der Schiene statt Verkehrsstaus durch Verbrenner – ganz logisch, und doch werde es politisch oft verschleppt. Die Ampel-Koalition laufe Gefahr, gerade den dringend benötigten Wandel selbst auszubremsen, und das – so Bandt – auf Kosten von Wirtschaft und Bevölkerung.
Doch es geht nicht nur um Emissionen. Bandt forderte außerdem mehr konkrete Maßnahmen gegen die Hitze – vor allem in Städten, die viel zu sehr versiegelt sind. Seine fast poetische Bemerkung: "Bäume sind die effektivste Klimaanlage, die wir haben." Dennoch, so seine Kritik, gäbe es viel zu wenig Geld für neue Pflanzungen und klimagerechten Stadtumbau.
Zuletzt meldete der Copernicus-Klimadienst in Bonn, dass Westeuropa die bislang heißesten Juni- und Juli-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt habe – ein Sachverhalt, bei dem es kaum noch Luft nach oben gibt, im negativen Sinne zumindest.
Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt macht Druck auf die deutsche Regierung, angesichts der rekordverdächtigen Hitzeperioden dringend mehr für Klima- und Hitzeschutz zu tun. Während erneuerbare Energien und ein Umstieg auf nachhaltige Mobilität als verhältnismäßiger Hebel zur Senkung der Emissionen angesehen werden, sieht Bandt konkrete Maßnahmen wie Stadtbegrünung und erhöhte Fördermittel für Neupflanzungen als ebenso essenziell an. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass die Hitzewellen in Westeuropa historische Rekorde brechen, was—ergänzt durch neue Forschungsergebnisse aus Medien wie DW und Spiegel—den Druck auf die Bundesregierung und europäische Entscheidungsträger weiter erhöht: Wissenschaftler warnen laut DW davor, dass fehlender Klimaschutz die Extremwetterlage weiter verschärfen könnte und fordern wirksamere Anpassungsstrategien.