Schon wieder ein Rekord: Der Klimadienst Copernicus der EU schlug am Montag Alarm. Die Meeresoberflächen, abgesehen von den eisigen Zonen rund um die Pole, waren im Juli im Schnitt so warm wie noch nie zuvor. Ganze 20,96 Grad Celsius – das sind exakt 0,07 Grad mehr als der bisherige Spitzenwert, der erst letztes Jahr gemessen worden war. Ziemlich verrückt, wie rasch sich solche Zahlen in diesen Tagen ändern können.
Die Ursache? Teilweise zumindest – sagen Experten – spielt das berühmte El-Nino-Phänomen im Pazifik mit hinein. Doch ohne die von Menschen verursachte Klimaerwärmung wäre dieser Effekt wohl milder verlaufen. El Nino, eigentlich ein Launenbruder der Natur, trifft heute auf einen Planeten, der ohnehin auf der Überholspur Richtung Hitzerekorde unterwegs ist. Kein Wunder, dass der Juli insgesamt sogar weltweit der zweitwärmste je erfasste war: Im Vergleich zur vorindustriellen Zeit lagen die Werte 1,47 Grad darüber.
Am auffälligsten stiegen die Temperaturen im tropischen Pazifik – dort zeigte sich El Nino besonders „fromm“, könnte man sagen, und setzt wohl in den kommenden Monaten noch einen drauf. Aber auch am östlichen Atlantik und vor allem im westlichen Mittelmeer zogen die Temperaturen ordentlich an. Infolgedessen breiten sich marine Hitzewellen immer weiter aus – nicht gerade eine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, wie empfindlich ganze Ökosysteme auf solche Veränderungen reagieren. Da fragt man sich manchmal, ob die Ozeane überhaupt noch zur Ruhe kommen.
Die Meere erleben – mal wieder – einen historischen Temperatur-Höchststand: Laut EU-Daten war der Juli 2026 global einer der wärmsten überhaupt, besonders auffällig sind die Werte im Pazifik (El Nino) und im Mittelmeerraum. Ein Zusammenspiel von natürlicher Klimavariabilität und menschengemachtem Klimawandel treibt die Anomalien an, was nicht nur das Wetter, sondern auch marine Lebensräume durcheinanderwirbelt. Wissenschaftler warnen vor weitreichenden Folgen für Meeresökosysteme und betonen, dass verstärkte Temperaturen zukünftig schwer absehbare Auswirkungen auf Biodiversität und Küstenregionen haben könnten.
Aktuelle Recherchen (Stand Juni 2024) zeigen, dass die globale Erwärmung sich im laufenden Jahr weiter beschleunigt: Die Erderhitzung bringt verstärkt Extremwetter, Dürreperioden und tropische Wirbelstürme. Der Atlantik verzeichnet bereits eine rekordreife Hurrikansaison, was Wissenschaftler ebenfalls auf die ungewöhnlich starken Meereserwärmungen zurückführen. Hinzu kommt, dass Küstenregionen mit der Ausbreitung invasiver Arten und Korallenbleiche kämpfen müssen, wie verschiedene Meeresschutzorganisationen berichten.