Kubicki schießt gegen Pläne zur Klimaanpassung im Grundgesetz

Wolfgang Kubicki (FDP) stellt sich gegen den Vorstoß der SPD, das Thema Klimaanpassung im Grundgesetz zu verankern. Seiner Ansicht nach ist der Schutz der Umwelt längst ausreichend abgesichert.

heute 10:56 Uhr | 2 mal gelesen

Das Vorhaben der Sozialdemokraten, Klimaanpassung ins Grundgesetz zu schreiben, findet bei Wolfgang Kubicki wenig Anklang. Der FDP-Vize argumentiert, das Staatsziel des Umweltschutzes sei ohnehin schon fest verankert. Weshalb also jetzt noch eine weitere, womöglich symbolische Ebene? Hinter dem Vorstoß vermutet Kubicki eine Ablenkung: In Wahrheit wolle die SPD, dass Finanzierungsverantwortung zwischen Bund und Ländern verschoben wird—mit dem Nebeneffekt, den Bund stärker zur Kasse zu bitten. Statt solcher Grundgesetzänderungen nehme Kubicki mit spitzer Zunge lieber den Praxisbezug in den Blick: Es brauche greifbare Lösungen wie breit angelegte Informationskampagnen gegen Waldbrände—und das deutlich kostengünstiger als medienwirksame Selbstinszenierung, wie er spöttisch auf die Ausgaben von SPD-Politiker Lars Klingbeil anspielt. Man bekommt zwischen den Zeilen das Gefühl: Politik könnte so einfach sein, wenn weniger Show und mehr Pragmatismus regieren würden. Aber die Fronten zwischen den Parteien verlaufen nicht erst seit heute an dieser Stelle.

Die aktuelle Debatte um die Verankerung der Klimaanpassung im Grundgesetz entzündet sich an der Frage, wie weit die bundesstaatliche Verantwortung gehen soll. Kubicki hält die bestehenden Regelungen, insbesondere Artikel 20a, für absolut ausreichend und sieht in der SPD-Initiative vor allem ein Manöver, um neue Gemeinschaftsaufgaben und damit Mitfinanzierungen durch den Bund zu installieren. Nach einer aktuellen Analyse auf www.sueddeutsche.de und www.zeit.de werden solche Debatten oft von der Sorge um zunehmende Extremwetterereignisse und die Herausforderungen bei der Finanzierung von Präventionsmaßnahmen begleitet. Die Expertenmeinungen gehen dabei weit auseinander: Während einige den Weg ins Grundgesetz als nötige Stärkung der Klimapolitik betrachten, warnen andere vor einer Überfrachtung der Verfassung mit Detailaufgaben, die besser im alltäglichen Verwaltungshandeln gelöst werden sollten. Neuere Berichte betonen zudem, dass Anpassung an die Klimafolgen eine breite Allianz aus Bund, Ländern und Kommunen erfordert, wobei der Föderalismus mitunter als Hemmschuh erscheint. In der politischen und öffentlichen Diskussion werden nicht nur Finanzierungsansätze, sondern auch pragmatische Maßnahmen wie Brandschutz oder Hochwasservorsorge stark hervorgehoben.

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