Landwirte am Limit: Fehlende Ernte-Erfolge sorgen für Frust

Joachim Rukwied, Chef des Deutschen Bauernverbands, blickt unzufrieden auf die diesjährige Ernte – sie bleibt hinter den Erwartungen zurück. Besonders Weizen und Raps lassen die Bäuerinnen und Bauern im Regen stehen.

heute 08:36 Uhr | 2 mal gelesen

Ganz ehrlich: Die Stimmung auf den Feldern ist alles andere als ausgelassen. Rukwied hat kein Blatt vor den Mund genommen, als er kürzlich bei RTL und ntv zu Gast war. Seine Bilanz fällt, milde gesagt, mau aus. Der Weizen – jahrelang das Rückgrat der deutschen Landwirtschaft – schwächelt. Noch schlimmer sieht es beim Raps aus: richtige Magerkost, jedenfalls was die Erträge angeht. Und dann sind es nicht einmal die Zahlen auf dem Erntemeter allein, die Sorgen machen. Die Kombination aus niedrigen Erträgen und ebenso niedrigen Preisen nimmt vielen Landwirten die Hoffnung auf ein angemessenes Auskommen. Warum trifft sie das so hart? Ganz einfach: Alles drumherum kostet munter extra. Energie, Diesel, Düngemittel, Pflanzenschutz – es wird an allen Ecken teurer. Rukwied bringt es auf den Punkt: 'Alles ist sehr teuer.' Und wenn man ehrlich ist, das ist keine Übertreibung. Wer in der Landwirtschaft arbeitet, weiß, dass die Marge oft schon minimal ist – jetzt bleibt kaum mehr als heiße Luft. Manche hoffen noch auf bessere Zeiten, andere stöhnen, weil alles zusammenkommt: politische Auflagen, Wetterkapriolen, und eben diese Preise. Klar, jammern liegt vielen Bauern angeblich im Blut – aber wer gerade erlebt, wie Aufwand und Ertrag auseinanderdriften, den packt das blanke Unbehagen. Man fragt sich: Wann kippt es endgültig?

Der Deutsche Bauernverband schlägt Alarm: Die diesjährige Ernte fällt enttäuschend aus, insbesondere beim Weizen, der als Aushängeschild vieler Höfe gilt. Dramatisch niedrig sind die Erträge beim Raps – obwohl hohe Betriebsmittelkosten und kaum kostendeckende Preise die Landwirte zusätzlich unter Druck setzen. Gründe für die Misere sind vielfältig: Neben Witterungsextremen (Starkregen, Dürre) und internationalen Preisschwankungen machen vor allem politische Entscheidungen, wie Umweltauflagen und Kürzungen von Agrarförderungen, die Situation schwieriger. Hinzu kommt, dass auf dem Weltmarkt etwa durch die Ukraine-Krise weitere Unsicherheiten entstanden sind. Verschiedene Stimmen aus der Branche fordern jetzt bessere staatliche Unterstützung, einen Abbau von Bürokratie sowie mehr Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe.

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