Landwirte schlagen Alarm – Regierung soll kurzfristig helfen

Im Schatten einer enttäuschenden Ernte fordern Deutschlands Bauernunion und ihr Präsident Joachim Rukwied rasche und wirkungsvolle Unterstützung durch den Bund.

heute 08:59 Uhr | 3 mal gelesen

Schlechte Ernten sind kein Überraschungsgast mehr, sondern geradezu Stammgast auf deutschen Feldern – zumindest in diesem Jahr. Joachim Rukwied, der Chef des Berufsstands, spart deshalb nicht mit deutlichen Worten: Die von der EU bereitgestellten 60 Millionen Euro Soforthilfe reichen nicht – sein Ziel sind stolze 180 Millionen, ‚und zwar zügig‘. Besonders ganz praktisch: Das Geld soll noch im September, und zwar direkt über die Berufsgenossenschaft, ausgezahlt werden, damit niemand in der Warteschleife hängen bleibt. Hinzu kommt der Diesel – ein Dauerthema. Rukwied verlangt eine kräftige Senkung der Steuer auf Agrardiesel, mindestens bis Ende November – eine Art Atempause, damit die Traktoren nicht still stehen. Er legt noch nach: Auch die EU-Direktzahlungen, die normalerweise zum großen Teil erst gegen Jahresende fließen, sollten schon im Oktober auf den Konten landen. Ohne diese Vorverlagerung, so der Verband, seien wichtige Vorbereitungen für die nächste Saison wie zum Beispiel Bodenbearbeitung oder Aussaat gefährdet – und das Risiko eines weiteren schwachen Jahres steige.

Deutschlands Bauern stehen durch die mäßige Ernte des Jahres 2026 unter finanziellem Druck und fordern von der Regierung ein sofortiges Krisenpaket. Präsident Rukwied fordert unter anderem eine deutliche Aufstockung der EU-Hilfe auf bis zu 180 Millionen Euro, steuerliche Unterstützung beim Diesel und eine Vorverlegung der EU-Direktzahlungen, damit die Betriebe finanzielle Spielräume für Investitionen und die kommende Saison behalten. Zusätzlich betonten Medien wie die FAZ, dass auch Extremwetter, steigende Betriebskosten und Unsicherheit über Agrarförderungen zur angespannten Lage beitragen (Quelle: FAZ). Die Süddeutsche Zeitung berichtet ergänzend, die deutsche Politik debattiere über nachhaltigere Strukturen, um Bauern langfristig abzusichern und den Wechselwirkungen von Klima und Landwirtschaft zu begegnen (Quelle: SZ). Laut taz wächst zudem der Druck auf die Bundesregierung, schnelle Zusagen zu geben, um drohende Insolvenzen in der Landwirtschaft zu verhindern (Quelle: taz).

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