Mit der Reform verschiebt sich die Balance zwischen Sicherheitsanspruch und Datenschutz – so bekommen BND und Verfassungsschutz umfassendere Kompetenzen, um etwa Datenströme auswerten und aktiv gegen Cyberangriffe vorgehen zu können. Kritiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich des Schutzes sensibler personenbezogener Informationen und möglicher Überschreitungen beim Hacking durch staatliche Institutionen. Laut Berichten internationaler Pressestimmen nimmt Deutschland damit eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung der Geheimdienste ein, wobei auch der Austausch mit europäischen Partnern intensiviert werden soll. Einen Schwerpunkt legt die Reform auf die Abwehr hybrider Gefahren, wozu etwa die Einflussnahme fremder Staaten auf politische Prozesse oder kritische Infrastruktur zählt – ein Aspekt, der durch die aktuellen geopolitischen Spannungen und Medienberichte über Cyberattacken weiter in den Mittelpunkt rückt. Aus Recherchen aktueller deutscher Medien wurde deutlich, dass neben den wachsenden technischen Möglichkeiten der Dienste auch die parlamentarische Kontrolle und stärkere Transparenzmaßnahmen Teil der Reformpakete sind und dadurch ein Mindestmaß an Kontrolle gesichert werden soll.