Es war Dienstagnachmittag, als ein Spaziergang im Wald für einen Jäger eine makabre Wendung nahm: Mitten im 'Friedholz', nur einen Steinwurf von Flensburg entfernt, stolpert er über das, was niemand draußen in der Natur erwarten würde – ein in Plastik eingehüllter menschlicher Torso. Die ersten Stunden nach solch einem Fund fühlen sich, so stelle ich mir das zumindest vor, wie blinder Alarm an: Polizei, Spurensicherung, Staatsanwaltschaft – alle am Start, wie in einer Fiktion, nur leider ziemlich real. Laut Aussagen der Flensburger Mordermittler gibt es wenig Zweifel daran, dass dem Opfer übel mitgespielt wurde. Wer er ist und warum er so endete, bleibt zunächst ein Rätsel – Details zu Motiv oder Vorgeschichte? Fehlanzeige.
Rund um das Waldstück herrscht Ausnahmezustand: Gut 40 Polizisten durchkämmen das Gelände, während Kriminaltechniker im Regen nach Spuren stöbern – alles, was abweicht, wird penibel notiert. Die Nähe zum Pugumer See ist nicht unwichtig, hieß es, denn manchmal hängen die Spuren wie an unsichtbaren Fäden zusammen. Bereits am Mittwoch sollte eine Obduktion nähere Hinweise liefern. Übrigens: Die Polizei ist auf Mithilfe angewiesen, denn nicht selten sind es kleine Beobachtungen – das komische Auto im Halbdunkel, ein fremder Mann am Waldrand –, die so einen Fall voranbringen können. Wer also was gesehen hat: Bitte melden. Solche Aufrufe wirken immer etwas hilflos, aber oft ist es die unscheinbare Notiz, die plötzlich das Bild schärft.
Im Glücksburger Wald nahe Flensburg wurde kürzlich ein männlicher Torso entdeckt, sorgsam in Plastikfolie gewickelt. Die Behörden gehen aufgrund der Umstände von einem Gewaltverbrechen aus, doch zur Identität des Opfers und zu den Hintergründen gibt es bislang keinerlei bestätigte Informationen. Aktuell läuft eine großangelegte Spurensuche, bei der rund 40 Einsatzkräfte das Umfeld absuchen und auf Hinweise aus der Bevölkerung hoffen.
Nach meiner Recherche ist der Fall noch völlig offen – es gibt weder eine Identifizierung, noch Hinweise auf Tatmotiv oder Täter. Was auffällt: Gewaltverbrechen im ländlichen Schleswig-Holstein sind selten und erregen daher besonderes Aufsehen. Die Behörden betonen, wie sehr sie auf die Aufmerksamkeit der Anwohner angewiesen sind, die sich an manche Unregelmäßigkeit der vergangenen Tage erinnern könnten. Inzwischen wächst das öffentliche Interesse – auch, weil das Auffinden einer zerstückelten Leiche immer wieder die Fantasie und Ängste der Menschen befeuert.