Schulze: Nachfolge von Steinmeier gehört in politische Hände

Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und CDU-Politiker, betont, dass der nächste Bundespräsident zwingend ein erfahrener Politiker sein sollte – und lehnt eine reine Fokussierung auf das Geschlecht ab.

heute 06:11 Uhr | 3 mal gelesen

Sven Schulze bringt es unverblümt auf den Punkt: Der nächste Bundespräsident sollte „aus der Politik heraus“ stammen, mit ordentlich Stallgeruch, wie man so schön sagt. Er glaube fest daran, dass man jemanden brauche, der sich sowohl im Landes- als auch im Bundespolitischen Geschäft schon bewiesen habe. Sicher, so jemand hätte vermutlich schon Höhen und Tiefen durch, wüsste um die Holprigkeit des politischen Alltags – was, wenn man mal ehrlich ist, in unsicheren Zeiten ja auch beruhigend wirkt. Schulze wurde darauf angesprochen, ob nicht vielleicht automatisch eine Frau infrage komme. Seine Meinung dazu klingt beinahe altmodisch nüchtern: Klar, eine Frau könne es sein – aber eben nicht, nur weil sie eine Frau ist. Es gehe um Kompetenz, nicht um Kategorien. Klingt rational. Spätestens in solchen Debatten merkt man, wie sehr Kriterien und Emotionen oft durcheinanderwirbeln. Wer weiß, vielleicht sehen das die anderen Parteien wieder ganz anders.

Sven Schulze spricht sich explizit dafür aus, dass die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier mit einer politischen Persönlichkeit besetzt werden sollte, die bereits Erfahrung auf Landes- und Bundesebene gesammelt hat. Er betont zudem, dass das Geschlecht für die Auswahl nachrangig sei und die Kompetenz im Mittelpunkt stehen müsse. In den Medienkreisen und parteiinternen Diskussionen wird diese Haltung teilweise kritisch betrachtet, da viele auf eine Öffnung für gesellschaftliche Diversität auch bei höchsten Staatsämtern hoffen. Ergänzend ist festzuhalten: In jüngerer Zeit diskutieren viele politische Stimmen, ob der Bundespräsident eine aktive Rolle in Polarisierungszeiten übernehmen kann oder eher als Brückenbauer gefragt ist. Die CDU sieht sich aktuell intern selbst in der Suche nach geeinten Positionen überfordert – was die Entscheidung zur Nachfolge nicht einfacher macht. Hinzu kommt, dass jüngere Generationen und parteiunabhängige Organisationen zunehmend fordern, dass der Bundespräsident für mehr als nur politische Erfahrung stehen soll, nämlich auch für frischen Wind und Wertewandel. Weitere Einzelheiten: Steinmeiers Amtszeit endet 2027, und die Suche nach Nachfolgern läuft bereits auf Hochtouren. Namen wirft außer Schulze bislang kaum jemand in den Ring, doch hinter den Kulissen brodelt die Gerüchteküche. Laut DW und ZEIT treffen regelmäßig Vertreter verschiedener Parteien zusammen, um diskret potenzielle Kandidat:innen zu sondieren. In der Presselandschaft ist das Thema präsent, besonders mit Blick auf einen gesellschaftlichen Wandel, der sich vielleicht auch auf die Wahl zum Bundespräsidenten auswirken könnte.

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