Die Bundesregierung reagiere zu zaghaft auf Moskaus Bedrohungen, so Strack-Zimmermann. Sie fordert zwei Dinge: Kontinuierliche, bedingungslose Unterstützung der Ukraine — und gleichzeitig eine Stärkung der eigenen Abwehrfähigkeiten. "Auf russische Brutalität gibt es nur eine Antwort: Die Ukraine muss mit allem versorgt werden, was möglich ist, und wir sollten uns selbst so aufstellen, dass Einschüchterung verpufft", sagte Strack-Zimmermann im Gespräch mit dem Handelsblatt. Inzwischen drohte Russlands Außenminister Lawrow, die Mittel zu verschärfen, um westliche Unterstützung für Kiew zu zerschlagen. Die SPD-Politikerin Siemtje Möller wertet diese Worte als Zeichen wachsender Verzweiflung der russischen Regierung, angesichts fehlender Fortschritte und zahlreicher ukrainischer Drohnenangriffe – man solle sich dadurch weder verunsichern noch einschüchtern lassen. Strack-Zimmermann ist hingegen enttäuscht von der Reaktion aus Berlin: Aus den Drohungen würden bereits Geständnisse zu Anschlägen auf deutschem Territorium, was deutlicheres Auftreten der Bundesregierung erfordere. Sie beklagt: "Gerade jetzt ist keine Zeit für Schweigen, sondern für klare Prinzipien." Die bald erwartete, schärfere Sanktionsliste von EU-Außenbeauftragter Kaja Kallas sieht sie als notwendige Konsequenz und ruft dazu auf, europäische Sanktionen kompromisslos und entschieden umzusetzen — ohne sich vom russischen Säbelrasseln beeindrucken zu lassen.
Kurz gesagt: Strack-Zimmermann fordert, dass Berlin und die EU ihren Kurs gegenüber Russland deutlich verschärfen und entschlossener auftreten – mit robusteren Sanktionen und klaren Worten. Die jüngsten russischen Äußerungen wertet sie als offene Bedrohungen, auf die nicht nur mit Verteidigung, sondern auch mit unmissverständlicher politischer Haltung zu antworten sei. Laut jüngsten Berichten bauen Deutschlands Sicherheitsbehörden die Abwehr hybrider Attacken aus, da gezielte russische Operationen in Deutschland immer wahrscheinlicher werden. Zudem wächst der politische Druck, Waffenlieferungen an die Ukraine auszuweiten, während sich in zahlreichen EU-Staaten eine Debatte über eine mögliche weitere Verschärfung der Sanktionspolitik entwickelt. Aus aktuellem Anlass berichteten mehrere Medien auch über die angekündigten neuen EU-Sanktionen im Herbst und eine mögliche Ausweitung bestehender Maßnahmen angesichts der anhaltenden Kriegsdrohungen aus Moskau.