Der Wind an den US-Börsen blies Anlegern am Dienstag kühl ins Gesicht. Zwar kommen aus Pakistan gelegentlich vorsichtig positive Töne, was mögliche Deals zwischen Washington und Teheran betrifft, doch Vertrauen baut sich an der Wall Street momentan nicht so recht auf. Immer wieder werden im diplomatischen Tauziehen neue Erwartungen in die Runde geworfen, die den Optimismus bremsen. Parallel verlor der Euro am Abend an Boden: Für einen Euro gab es zuletzt 1,1543 US-Dollar, was den Dollar bei 0,8663 Euro taxierte. Auch Gold geriet weiter unter Druck: Der Preis für die Feinunze fiel auf 4.369 Dollar, also etwas weniger als noch zuvor – rund 0,5 Prozent Minus, umgerechnet 121,70 Euro das Gramm. Öl wiederum wurde teurer: Brent-Öl kletterte zum Abend um 1,6 Prozent auf 89,11 Dollar je Barrel. Das zeigt einmal mehr, wie eng die Märkte mit geopolitischen Entwicklungen verwoben sind – oft gibt eine einzige Nachricht den Takt vor.
Die US-Börsen verzeichneten aufgrund der anhaltenden Spannungen rund um den Iran-Krieg erneut Verluste. Anleger reagieren zunehmend nervös auf die ungewisse geopolitische Lage und schalten auf Risiko-Minimierung, obwohl es gelegentlich diplomatische Hoffnungsschimmer gibt. Interessanterweise zog der Ölpreis angesichts des Konflikts deutlich an, während sowohl Edelmetalle als auch die Gemeinschaftswährung Euro an Wert verloren. Viele Analysten interpretieren dies als klassisches Muster in Krisenzeiten: Die Märkte bewegen sich zwischen Hoffnung und Furcht, wobei politische Risiken stärker als Fundamentaldaten gewichtet werden. In aktuellen Medienberichten wird darauf hingewiesen, dass neben dem Krieg auch Inflationssorgen und Zinsängste auf die Stimmung drücken – nicht wenige Marktakteure fragen sich, wie viel Unsicherheit die Börse noch verkraftet.