BMWs Elektro-SUV iX3 feiert derzeit einen spürbaren Markterfolg: Knapp 36.500 Neuzulassungen in Europa von März bis August – das ist mehr als doppelt so viel wie Mercedes mit seinem GLC Electric im selben Zeitraum vorweisen kann. Der Rückstand von Mercedes, mit rund 16.100 Zulassungen, ist deutlich, aber die Geschichte ist damit nicht auserzählt.
Mercedes pusht im August
Der iX3 ist für BMW mehr als ein Erfolg in Zahlen – er läutet die neue Ära der sogenannten „Neuen Klasse“ ein. Für Mercedes hingegen hat der elektrische GLC nach Aussagen des Konzernchefs beinahe existenziellen Stellenwert. Lieferprobleme im Frühjahr – fehlende Batteriezellen von CATL, stockende Bordnetzversorgung – bremsten den Start aus.
Näher dran als gedacht
Im August dann frischer Schwung: Mercedes schob 5.400 GLC Electric auf die Straßen, während BMW mit 6.700 iX3 konstant stark bleibt. Der Abstand schrumpfte auf ein fast sportliches Kopf-an-Kopf, das vor einigen Monaten kaum jemand erwartet hätte.
Audis Kursrutsch
Währenddessen das Bild bei Audi: Ernüchterung. Vom Q6 e-tron gingen von Januar bis August rund 27.000 Fahrzeuge an Kunden – ein Minus von mehr als 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Intern kursiert, dass Nachbesserungen am Produkt bereits angestoßen wurden.
Dynamik im elektrischen Duell
Diese Zahlen geben einen Eindruck vom sich zuspitzenden Wettbewerb um die elektrische Mittelklasse-SUV-Krone. BMW schlägt mit Hilfe des iX3 die Brücke in seine technologische Zukunft und der Vorsprung im Volumen zählt für die Münchener umso mehr. Mercedes-Benz kämpft noch um das Aufholen, die August-Zahlen zeigen aber einen Trendwechsel in deren Richtung.
Der Kampf ums Kerngeschäft
Neben all dem Pushen um Stückzahlen gibt es für die Hersteller noch weitere Baustellen: Marktdruck, Lieferengpässe und die Notwendigkeit, die eigenen SUV-Flagschiffe zu elektrifizieren. Besonders Audi muss angesichts des Q6 e-tron Trends nachjustieren; die Konkurrenz schläft eben nicht. Für Autokäufer jedoch wächst die Auswahl, während Kriterien wie Lieferzeiten, Preis, Lade-Pace und lokale Verfügbarkeit immer wieder neu ausgelotet werden müssen. Die Zahlen von August sind eher eine Momentaufnahme als das letzte Wort im Rennen.