CDU Sachsen-Anhalt: Vorsichtiger Umgang mit Linken-Signal

Spitzenpolitiker der CDU in Sachsen-Anhalt begegnen der Offerte von Linken-Chef Luigi Pantisano, im kommenden Landtag eventuell einen CDU-Ministerpräsidenten mitzutragen, mit spürbarer Skepsis. CDU-Fraktionschef Guido Heuer bekräftigt dabei, eine feste Zusammenarbeit mit den Linken grundsätzlich auszuschließen.

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Eine Minderheitsregierung – so Heuer – ist zwar kein absolutes Tabu für die CDU, doch das würde bedeuten: reine CDU-Politik, fünf Jahre lang – ohne große Zugeständnisse. Grundsatz: 'abgrenzen, nicht ausgrenzen.' Klingt erstmal nach feinem Unterschied, könnte in der Praxis aber knifflig werden. Andreas Schumann, parlamentarischer Geschäftsführer, sieht vor allem Risiken: Eine verdeckte Kooperation mit der Linken könne teuer werden für Sachsen-Anhalt, sollte sie an harte Forderungen geknüpft werden. 'Die CDU werde sich jedenfalls nicht verkaufen', betonte er. Entscheidend sei, dass Unterstützungsbekundungen der Linken nicht an politische Deals gekoppelt würden – es gehe darum, die Eigenständigkeit Sachsen-Anhalts zu bewahren. Tobias Krull, CDU-Landtagsabgeordneter aus Magdeburg, brachte es nüchtern auf den Punkt: Eine Duldung durch die Linke werde keinesfalls um jeden Preis akzeptiert. Trotz Blick auf Modelle wie in Thüringen oder Sachsen – schön findet er das nicht. Sollte es aber wirklich zu so einer Konstellation kommen, werde man das ausführlich parteiintern diskutieren müssen.

Die CDU in Sachsen-Anhalt bleibt kritisch gegenüber einer indirekten Unterstützung durch die Linke. In den Leitlinien klingt zwar eine gewisse Offenheit für neue Regierungsmodelle an, entscheidend ist jedoch die deutliche Abgrenzung: Kooperation ja, aber nicht um jeden Preis und vor allem ohne die politische Unabhängigkeit Sachsen-Anhalts zu gefährden. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass besonders nach Brandenburg und Thüringen auch in Sachsen-Anhalt Koalitionsmöglichkeiten und parlamentarische Duldungsmodelle hinterfragt werden – häufig unter großem innerparteilichen Diskussionsbedarf. Ergänzend dazu: Aktuell diskutiert die CDU bundesweit ähnlich schwierige Ausgangslagen. Viele Stimmen in der Partei fürchten sowohl den Imageverlust als auch das Entstehen scheinbar machtpolitischer Deals, die die Glaubwürdigkeit untergraben könnten. Im Kontext der ostdeutschen Bundesländer spitzt sich die Debatte über die 'Brandmauer' zur Links- und zur Rechtspartei zunehmend zu. Ein bemerkenswerter Punkt: In Zeiten politischer Zersplitterung entstehen mitunter Situationen, in denen klassische Mehrheiten bröckeln – die Parteien suchen nach neuen Wegen, ihre politischen Werte dennoch zu bewahren.

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