So richtig kam in New York am Montag keine große Bewegung zustande: Der Dow Jones taumelte zum Handelsschluss bei etwa 53.975 Punkten, gerade mal 0,1 Prozent weniger als noch am Freitag. Auch die Stimmung am S&P 500 war alles andere als überschwänglich – hier lag das Minus kurz vor Schluss ebenfalls bei 0,1 Prozent, und die Technologiebörse Nasdaq 100 gab etwas kräftiger nach, mit circa 29.620 Punkten – ein Minus von 0,3 Prozent.
Hinter den Kursbewegungen stand diesmal vor allem die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus. Die Konflikte und diplomatischen Winkelzüge lassen die Märkte nicht los: Der Iran verkündete, man stehe bevor mit Oman neue Schifffahrtswege abzustecken, allerdings macht Teheran klar, dass für eine Öffnung der Wasserstraße erst die USA bestimmte Bedingungen erfüllen müssten. Zudem prüft der Iran offenbar, weitere Transitgebühren einzuführen, was wiederum die Nerven der Energiehändler auf Spannung hält. US-Präsident Trump schickte ebenfalls eine Botschaft in Richtung Teheran: Er stellt Forderungen nach Kompensationszahlungen im Zusammenhang mit vergangenen Konflikten.
Derweil legte der Euro am Abend kurz den Rückwärtsgang ein und notierte um etwa 1,1543 Dollar pro Euro. Gold schien dagegen vom Marktgetümmel fast zu profitieren – die Feinunze wurde mit 4.390 Dollar gehandelt, ein Zuwachs von 1,1 Prozent. Und dann wäre da noch das Öl: Die Nordsee-Marke Brent schoss zum Abend um satte 4,8 Prozent auf knapp 87,57 Dollar pro Fass nach oben – eindeutig ein Abend für Rohstoffhändler, aber keiner für große Börsengewinne.
Zu Wochenbeginn herrschte an den US-Börsen leichte Zurückhaltung; alle wichtigen Indizes schlossen minimal im Minus, während Gold und besonders Öl erheblich zulegten. Die Unsicherheit durch die Lage an der Straße von Hormus sowie politische Spannungen, unter anderem die Forderungen Irans und Trumps gegenseitig, sorgten für merkliche Nervosität auf den Märkten. Gleichzeitig wirkte der fallende Euro und der deutliche Goldanstieg wie klassische Reaktionen auf geopolitische Unsicherheiten – das erhöhte Ölangebot durch Unsicherheiten bei Transitwegen heizte die Preise weiter an.
Recherchen zufolge bestätigen aktuelle Marktberichte, dass geopolitische Risiken und Nachrichten zu Iran und der Straße von Hormus zentrale Treiber für den jüngsten Preissprung beim Öl sind. Die Unsicherheiten belasten generell die Börsen, und auch die Frage nach US-Zinsen bleibt im Hintergrund präsent, da Händler nervös auf neue Wirtschaftsdaten warten. Neue Artikel zeigen zudem, dass Rohstoffe wie Gold und Öl in unsicheren Zeiten von Anlegern bevorzugt nachgefragt werden, wohingegen Aktien eher verkauft werden.