Deutschland sagt Kolumbien nach heftigem Erdbeben Hilfen zu

Nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien hat Deutschland zügig Unterstützung angekündigt. Ziel ist es, die Menschen vor Ort mit dem Nötigsten zu versorgen.

heute 14:23 Uhr | 1 mal gelesen

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts betonte am Mittwoch gegenüber Reporterinnen und Reportern: "In dieser schweren Stunde stehen wir fest an der Seite der kolumbianischen Bevölkerung." Vorrang hat zunächst, so hieß es zumindest, die Sicherstellung der Grundversorgung. Die kolumbianischen Behörden hätten gezielt um unterstützende Maßnahmen gebeten, denn viele Menschen sind obdachlos, Wasser und Nahrung werden knapp. Deutschland stellt aktuell Pakete mit Hilfsgütern zusammen – Zelte, Wasseraufbereitungstabletten, Grundnahrungsmittel; der logistische Teil wird jetzt gemeinsam mit Partnerländern in Europa organisiert. Auch das kolumbianische Rote Kreuz könnte mehr Geld erhalten, wenn sich der Bedarf verstärkt. Was die Suche nach Verschütteten angeht, betont Kolumbien vorerst, diese Aufgabe weiterhin selbstständig zu stemmen – sollte sich daran etwas ändern, werde Deutschland weitere Hilfe in Betracht ziehen. Das Beben vom Montag, mit einer Stärke von 7,4, riss mehr als 250 Menschen in den Tod, Tausende wurden verletzt. Das Epizentrum lag unheilvoll nah an Pereira.

Derzeit konzentriert sich die international koordinierte Hilfe vorrangig auf die humanitäre Soforthilfe für die betroffenen Menschen in Kolumbien. Im Mittelpunkt stehen Notunterkünfte, die Versorgung mit Trinkwasser sowie Nahrungsmittelhilfe – angesichts der enormen Zahl von obdachlos gewordenen Menschen, die nach aktuellen Schätzungen inzwischen über 15.000 beträgt. Nach ergänzenden, aktuellen Medienberichten bleibt die Sicherheitslage angespannt; die Strom- und Wasserversorgung ist in mehreren Provinzen noch unterbrochen. Mehrere Hilfsorganisationen, darunter lokale NGOs und das Rote Kreuz, berichten von Engpässen bei Medikamenten und medizinischer Ausstattung. Die Europäische Union hat zudem angekündigt, über das EU-Katastrophenschutzverfahren zusätzliche Hilfsgüter zu senden und bietet logistische Unterstützung beim Transport. Während die Rettungsteams weiterhin nach Verschütteten suchen, raten Experten vor Nachbeben und Infrastrukturproblemen. Die Vereinten Nationen haben ein Team entsandt, um Koordination und Informationsaustausch zu verbessern und evaluieren aktuell gemeinsam mit lokalen Behörden den langfristigen Wiederaufbaubedarf.

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