Ehrlich gesagt: Hätte ich’s nicht gelesen, ich wäre kaum auf diese Story aufmerksam geworden – und doch ist sie, nun ja, frappierend. Laut der Nachrichtenplattform „Zeit“ tauchten nämlich Sicherheitsvideos auf, die zeigen, wie eine mutmaßlich mit Sprengstoff bestückte Drohne haargenau auf eine parkende Antonow-Maschine zuhält. Szenen, die ursprünglich eher aus einem Actionfilm stammen könnten, spielen sich mitten in Sachsen ab: Am vergangenen Dienstag näherte sich – salopp gesagt – ein Flugobjekt ziemlich zielstrebig und im Zeitraffer der Tragfläche dieser Frachtmaschine. Das Ding knallt auf den Flügel, prallt ab und landet, offenbar ohne zu detonieren, ein paar Meter weiter.
Was bleibt, ist Stirnrunzeln, denn ausgerechnet in den Flügeln dieser Antonow sind die Treibstofftanks verbaut. Spuren am Außenflügel deuten darauf hin, dass tatsächlich etwas aufgeschlagen ist. Merkwürdig: Der eigentliche Sprengsatz wurde später nicht an der Drohne, sondern weiter entfernt gefunden. Vielleicht war der Aufprall zu heftig? Vielleicht hatte jemand Glück? Keiner weiß es genau – im Moment gibt es vor allem Fragezeichen. Sollte der Sprengstoff womöglich während des Einschlags abgerissen sein? Man kann nur mutmaßen, aber die Erleichterung über das glückliche Ende überwiegt. Wirklich beruhigend fühlt sich das alles trotzdem nicht an.
Was mich an der Geschichte überrascht? Wie wenig über solche Vorfälle öffentlich wird und wie wahnsinnig unsicher Flughäfen trotz Hightech doch manchmal sind.
Eine Drohne mit Sprengsatz näherte sich auf dem Flughafen Leipzig/Halle einer parkenden Antonow-Frachtmaschine. Laut Videomaterial schlug sie direkt auf einer der Tragflächen – also in unmittelbarer Nähe der Treibstofftanks – ein, explodierte allerdings nicht. Es bleibt unklar, warum der Zünder versagte, da der Sprengstoff nicht an, sondern entfernt von der Drohne entdeckt wurde. — Zusätzliche Recherchen zeigen: Inzwischen befasst sich auch die Bundesanwaltschaft mit dem Fall; der Flugbetrieb in Leipzig ist bedeutend für militärische Hilfslieferungen Richtung Ukraine. Deutsche Sicherheitsbehörden sind alarmiert, fordern verstärkte Schutzmaßnahmen gegen Drohnen und zeigen sich beunruhigt über die neuen Angriffsarten auf kritische Infrastruktur. Neue Berichte weisen zudem darauf hin, wie schwierig es ist, zivile Flughäfen gegen solche gezielten und technisch ausgefeilten Angriffe zu schützen.