Tödliche Schüsse am Berliner Zoo: 30-Jähriger stirbt auf dem Hardenbergplatz

Mitten in Berlin-Charlottenburg wird ein Mann erschossen – direkt am Bahnhof Zoo, im Herzen der Hauptstadt. Die Hintergründe wirken diffus, aber die Tat ist erschütternd.

heute 09:19 Uhr | 3 mal gelesen

Sonntagabend, kurz vor Mitternacht: In Berlin, auf dem immer belebten Hardenbergplatz, hallen plötzlich Schüsse. Direkt beim berüchtigten Bahnhof Zoo bricht ein 30-jähriger Mann auf der Straße zusammen. Passanten bleiben stehen, zücken Handys, doch alle Versuche der Rettungskräfte, den schwer verletzten Mann wiederzubeleben, scheitern. Er stirbt noch dort, auf dem Pflaster, das Geschichten und Tragödien kennt. Die Polizei spricht von einer Auseinandersetzung im Vorfeld des Vorfalls – wie es dazu kam, bleibt im Dunkeln. Wer feuerte die Waffe? Worum ging es überhaupt? Vieles ist offen. Klar scheint nur: Die Täter sind auf und davon, irgendwo in der Stadt, während eine Mordkommission auf Hochtouren ermittelt. Wie viele Schüsse gefallen sind, das mag niemand so recht sagen – die Lage ist chaotisch. Und dieses Chaos ist in Berlin beileibe kein Einzelfall. Erst am Freitag: Ein junger Mann wird in Kreuzberg angeschossen, die Ärzte kämpfen um sein Leben. Schusswaffengewalt nimmt zu in der Hauptstadt – irgendwie ist die Stimmung rauer geworden. Das LKA hat darauf mit der Sondereinheit 'Ferrum' reagiert. Wie erfolgreich diese Spezialtruppe ist, wird sich zeigen. Aber wenn ich ehrlich bin: Es fühlt sich an, als ob die Stadt einen Kipppunkt erlebt. Manchmal frage ich mich, ob wir im öffentlichen Raum alle etwas abgestumpft sind – bis die Gewalt dann plötzlich wieder direkt vor unseren Augen aufflackert.

In der Nacht zu Montag wurde ein 30-Jähriger am Bahnhof Zoo auf der Straße erschossen. Laut Polizei ging eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen voraus, doch Täter und genaue Umstände sind ungeklärt; eine Mordkommission ermittelt. Die Tat reiht sich ein in eine wachsende Serie von Schusswaffenverbrechen in Berlin, die kürzlich zur Gründung der Sondereinheit 'Ferrum' beim LKA führten. Nach aktuellen Medienberichten betrachten Sicherheitsbehörden das Problem mit Sorge: In den letzten Monaten nahm die Zahl der Schusswaffeneinsätze deutlich zu, häufig geht es, so taz.de und Spiegel.de, um Konflikte aus dem Drogenmilieu oder unter organisierten Gruppen. Laut taz wirkt sich die Zunahme bewaffneter Übergriffe auf die Sicherheit im öffentlichen Raum und das Sicherheitsgefühl der Berliner spürbar aus, was in politischen Debatten um verschärfte Waffengesetze resultiert. Gleichzeitig betonen Experten wie auf zeit.de, dass repressive Polizeimaßnahmen allein kaum die komplexen Ursachen urbaner Gewalt beheben und fordern soziale Präventionsprogramme.

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