Das Problem: Gekauftes Futter ist teuer wie nie und in manchen Gegenden kaum zu bekommen. Wer als Landwirt nicht noch mehr Schulden machen will, kommt da ziemlich ins Schwimmen. Die vagen Hoffnungen hängen an den jüngsten Regenfällen; vielleicht schaffen es manche Betriebe so, wenigstens die größten Futterlücken bis zum Herbst zu schließen. Doch eine dauerhafte Lösung? Die fehlt. Der Verband betont, dass Landwirte endlich wirtschaftlich besser abgesichert werden müssten. Nicht nur, um den Kopf über Wasser zu halten, sondern um auch gegen Wetterkatastrophen halbwegs gewappnet zu sein.
Die anhaltende Trockenheit in deutschen Regionen verschärft die Situation der Milchviehbetriebe deutlich: Die grassierende Futtermittelknappheit zwingt viele Landwirte dazu, ihre Milchkühe verfrüht schlachten zu lassen. Zusätzlich zu den steigenden Kosten für knappes Futter geraten Bauern finanziell immer stärker unter Druck – nicht zuletzt, da auch politische oder marktbasierte Hilfsmaßnahmen bislang kaum greifen. Neuere Berichte aus der Agrarbranche unterstreichen, dass sich die extremes Wetterphänomene in Mitteleuropa häufen und eine strategische Neuausrichtung der Landwirtschaft nicht nur im Futterbau, sondern auch in Risikovorsorgen und Marktanpassungen dringend notwendig wird.