Hochtief will mit Vodafone bei EU-KI-Gigafactory punkten – ACS spannt eigenes Bündnis

Der Essener Bau-Riese Hochtief schmiedet Pläne für ein KI-Megarechenzentrum mit Vodafone. Währenddessen bastelt die spanische Mutter ACS unabhängig an einer Allianz mit Telefónica und Santander.

heute 15:55 Uhr | 2 mal gelesen

Hochtief sucht den nächsten Coup im KI-Rennen

Manchmal frage ich mich, wie viele Gedankengänge wohl hinter verschlossenen Vorstandstüren entstehen, wenn gerade Europas digitale Zukunft auf dem Spiel steht. Hochtief jedenfalls zögert nicht lange: Gemeinsam mit Vodafone sind sie offenbar ernsthaft am Werkeln. Mehrere Standorte stehen auf dem Prüfstand – eine gewisse nervöse Aufbruchsstimmung ist förmlich zu spüren.

Spanische Mutter, andere Baustelle

Parallel dazu will die Muttergesellschaft ACS lieber im eigenen Tempo laufen: Ihr Konsortium soll Telefónica und Santander einschließen, wobei – überraschend strikt – komplett getrennte Bewerbungen verpflichtend sind. Wie bei einem Bruderzwist mit konstruktivem Kern – die Familie arbeitet fürs gleiche Ziel, aber jeder will die Lorbeeren selbst tragen.

EU: Viel Geld für viel Rechenpower

Die EU denkt groß – es locken bis zu zehn Milliarden Euro für Supercomputer-Fabriken mit mindestens 100.000 KI-Chips. Wenn ich daran denke, wie viel Strom das kostet... Nun gut, einzelne Projekte können sich bis zu eine Milliarde Euro aus dem Topf sichern.

Die Uhr tickt: Frist im Dezember

Bis zum 3. Dezember 2024 bleibt Zeit, um eines von bis zu sieben KI-Gigaprojekten aus dem Boden zu stampfen. Ziel: Europas Wirtschaft und Wissenschaft einen kräftigen Schuss Rechenkraft spritzen. Vor allem der Rückstand zu den USA und China schließt sich ja nicht von allein.

Mehr als Beton und Server – ein Gesamtkonzept

Das Hochtief-Vorhaben geht weit über Bauarbeiten hinaus – Energie, Betrieb und wer das alles bedient, werden genauso wichtig sein. Klar, Vodafone an Bord zu holen zeigt, dass Verbindungen nicht nur im Glasfaserkabel knistern müssen.

Interner Wettbewerb birgt Chancen und Spannungen

Man könnte fast meinen, bei Hochtief und ACS laufen interne Pitch-Wettbewerbe. EU-Vorgabe bleibt: Die Angebote müssen komplett autonom entstehen, keine Kungelrunden. Die Unsicherheit – und die Aussicht auf ein Milliardenprojekt – facht den Ehrgeiz an. Am Ende bleibt die alles entscheidende Frage offen: Wer landet wo die Rechenzentrum-Bombe?

Geschichte verzweigt sich

Hochtief geht gemeinsam mit Vodafone ins Rennen um ein milliardenschweres KI-Rechenzentrum, das von der EU gefördert wird. Gleichzeitig plant ACS in Spanien ein eigenes Konsortium mit Telefónica und Santander; beide Bewerbungen müssen laut EU unabhängig abgewickelt werden.

Wuchtige Investitionen

Die EU stellt bis zu zehn Milliarden Euro für große, leistungsstarke Anlagen mit mindestens 100.000 spezialisierten KI-Prozessoren bereit. Einzelne Projekte winken mit Fördermitteln von bis zu einer Milliarde Euro.

Deadline und Bedeutung

Bis 3. Dezember ist Zeit für Bewerbungen. Die geplanten Anlagen sollen Europas Rückstand in der KI-Infrastruktur aufholen helfen und massive Rechenleistung für europäische Forschung, Unternehmen und Verwaltung schaffen. Ein entscheidender Schritt, um eine stärkere Unabhängigkeit von den USA und China zu gewinnen.

Neuere Entwicklungen aus der Presse

Laut eines ausführlichen Artikels der Frankfurter Allgemeinen Zeitung herrscht in Brüssel Einigkeit über die Notwendigkeit solcher Riesenrechenzentren – allerdings gibt es Kritik an der komplexen Vergabe und Unsicherheit über die Skalierbarkeit der Projekte (https://www.faz.net). Ein Hintergrundbericht der Süddeutschen Zeitung hebt hervor, dass nicht nur große Unternehmen, sondern gerade Mittelständler und Unis sich wesentlich mehr Zugang zu solchen Infrastrukturen erhoffen – auch, um eigenen KI-Innovationen eine Plattform zu bieten (https://www.sueddeutsche.de). Nach Recherchen der Zeit behindern aktuell vor allem Fachkräftemangel im IT-Bereich und die hohen Energiekosten eine zügige Realisierung solcher Gigaprojekte, was die Planungen von Hochtief, Vodafone & Co. erschweren könnte (https://www.zeit.de).

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