Wenn man ehrlich ist, hatte man sich an die scheinbare Entspannung im Sommer fast schon gewöhnt – Anfang Juli dann die kalte Dusche: Das Statistische Bundesamt schätzt, dass die Inflationsrate für Juli auf 2,8 Prozent hochgeschnellt ist. Im Vormonat war es noch deutlich weniger, nur 2,3 Prozent. Mal ehrlich, das klingt nicht nach Weltuntergang, aber im Alltag macht sich jede Zehntel-Prozentbewegung oft ungeahnt bemerkbar.
Zu tun hat das vor allem mit den stark gestiegenen Energiekosten – satte 8,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Sache mit dem "Tankrabatt" ist wohl Geschichte, und das merkt man an der Zapfsäule… oder jede:r, der/die Gas oder Strom braucht. Nahrungsmittel dagegen – ruhiges Fahrwasser? Irgendwie schon, denn die Statistiker:innen melden hier im Juli nur minimal +0,4 Prozent. Ganz ehrlich, das klingt fast harmlos, wenn man die Mehl- und Eierpreise aus den letzten Jahren noch im Kopf hat. Die sogenannte Kerninflation, ohne Energie und Nahrung, lag im Juli laut Prognose bei 2,4 Prozent. Klingt technisch, aber für das große Bild ist das durchaus relevant.
Ach ja, und Endgültiges gibt’s wie immer erst Mitte des Folgemonats. Dann wird erfahrungsgemäß nochmal nachjustiert, aber dramatische Abweichungen gab es in letzter Zeit kaum. Trotzdem bleibt dieses Gefühl von Unsicherheit, das einen beim Blick aufs Preisschild beschleicht.
Die Inflation in Deutschland setzt ihren Aufwärtstrend fort und lag im Juli laut vorläufigen Zahlen bei 2,8 Prozent. Hauptverantwortlich dafür ist ein erneuter Preissprung bei Energie, der unter anderem durch das Auslaufen des Tankrabatts befeuert wurde. Die Lebensmittelpreise dagegen blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil. / Jenseits der Statistik wirkt sich diese Entwicklung spürbar im Alltag der Menschen aus, denn höhere Energiepreise durchdringen fast alle Lebensbereiche – vom Heizöl bis zur Stromrechnung. Die Kerninflation bleibt mit 2,4 Prozent relativ konstant, verdeutlicht aber, dass auch ohne volatile Güter wie Nahrung und Energie eine gewisse Grundteuerung bestehen bleibt. Mit Blick auf die europäischen Nachbarn zeigt sich, dass die Teuerungsrate in Deutschland derzeit über dem EU-Schnitt liegt, was politischen Handlungsdruck erhöht.