Mehr Widersprüche bei der Arbeitsagentur: KI mischt mit

Immer mehr Menschen formulieren ihre Widersprüche gegen Entscheidungen der Bundesagentur für Arbeit mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz – was die Abläufe ordentlich durcheinanderwirbelt.

heute 13:32 Uhr | 1 mal gelesen

Es ist schon skurril: Früher gab es halt ein, zwei Seiten, vielleicht noch ein vorsichtig formulierter Absatz – heute landen bei der BA ganze Romane. Offenbar hat sich herumgesprochen, dass KI-Tools helfen, standfeste Widersprüche zu verfassen. Klar, einerseits ist das gut, die Leute wissen jetzt genauer, was sie da unterschreiben. Andererseits, das muss man einfach mal so sagen, trägt die Flut an ellenlangen Schreiben nicht gerade dazu bei, dass alles schneller geht. Andrea Nahles von der BA hat’s im Radio recht deutlich gesagt: Halluzinationen – also Fehler oder Erfindungen der KI – finden sich zuhauf in den neuen Widersprüchen. Die Belegschaft steht vor Seiten, die mehr mit Science-Fiction als mit Verwaltungsakten zu tun haben. Die kuriose Idee, nun KI gegen KI einzusetzen, klingt zwar verlockend, aber so richtig zufrieden scheint damit keiner zu sein. Es hakt an vielen Ecken. Eigene Meinung: Am Ende fragt man sich, ob die Digitalisierung hier wirklich Zeit spart oder nicht vor allem zusätzliche Hürden schafft. Wären schlanke, verständliche Formulierungen nicht für alle besser?

Die Bundesagentur für Arbeit kämpft mit einer Zunahme an Widerspruchsverfahren, die an Umfang und Komplexität gewinnen, weil immer mehr Betroffene KI-gestützte Tools zur Texterstellung nutzen. Laut Andrea Nahles liefern diese Texte nicht selten viel Füllmaterial, teils sogar mit von der KI erfundenen Fakten – was die Prüfung für die Behörde verlängert und erschwert. Viele Experten weisen darauf hin, dass Künstliche Intelligenz in der Verwaltung ein zweischneidiges Schwert ist: Einerseits sorgen sie für mehr Chancengleichheit beim Zugang zu Behördenanträgen, andererseits verkomplizieren sie Abläufe durch inhaltliche Ausschweifungen und mögliche Fehler im Output. Zusätzlich wurde in den letzten Tagen in verschiedenen Medien betont, dass der Einsatz von KI in Behörden nicht nur auf Prozesse, sondern auch auf das Vertrauen der Bürger:innen Einfluss nimmt; die Diskussion über Regeln und ethische Grenzen bleibt offen.

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