Miersch betont Wert offener Gespräche mit Spahn – Abschied mit leiser Wehmut

Matthias Miersch, der Fraktionsvorsitzende der SPD, hebt hervor, dass er die offene und ehrliche Kommunikation mit dem scheidenden CDU-Abgeordneten Jens Spahn künftig vermissen wird.

heute 14:58 Uhr | 3 mal gelesen

Um ehrlich zu sein – und das ist ja heute nicht selbstverständlich –, war die Zusammenarbeit zwischen Miersch und Spahn auf eine Art besonders, die sonst in der politischen Arena rar geworden ist. Wie Miersch in einem Interview mit dem Focus erzählt, entwickelte sich während der intensiven Verhandlungen über das Reformpaket so etwas wie klares, ungeschöntes Vertrauen. Man saß oft stundenlang zusammen, diskutierte, sodass manchmal die Zeit aus den Fugen geriet. Was in diesen Sitzungen gesagt wurde, blieb unter vier Augen oder maximal im kleinen Kreis. All das, sagt Miersch, sei für ihn ein Schatz, denn ‚echte‘ Gespräche sind im Berliner Politikbetrieb offensichtlich mehr Ausnahme als Regel. Und ja – irgendwie klingt da eine Mischung aus Nostalgie und Respekt raus, wenn er sagt, das werde ihm fehlen. Was von der Zukunft zu erwarten ist? Miersch betont, wie essentiell vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Spahns Nachfolger sei. Gerade jetzt, wo große Reformen und grundlegende Veränderungen im Land auf dem Programm stehen, wünscht er sich eine Teamarbeit, die nicht nur auf dem Papier existiert. Es komme eben auch darauf an, sich abseits offizieller Termine kennenzulernen und ein bisschen echtes Miteinander zu wagen. Klar, der politische Alltag ist hektisch – aber wenn man ehrlich zueinander ist, kann daraus auch etwas Gutes für alle wachsen.

Matthias Miersch würdigt die unverblümten, fast freundschaftlichen Gespräche mit Jens Spahn, die sich während gemeinsamer Verhandlungen etablierten und den politischen Alltag für ihn bereichert haben. Ihm scheint im Gedächtnis zu bleiben, dass politische Vertraulichkeit immer noch einen besonderen Wert besitzt – selten, aber nicht unmöglich. Für die künftige Zusammenarbeit mit Spahns Nachfolger setzt Miersch auf ein Klima, das sowohl Offenheit als auch gegenseitigen Respekt fördert, gerade weil anstehende Reformen wie die geplante Modernisierung des Landes nach tragfähigem Zusammenhalt verlangen. Ergänzung durch neue Informationen: Andreas Jung, ein wirtschaftspolitischer CDU-Politiker, bringt sich zur Nachfolge von Spahn ins Gespräch, wobei Beobachter darauf achten, ob die Zusammenarbeit mit der SPD den gleichen vertrauensvollen Charakter haben wird. In den letzten 48 Stunden haben verschiedene Leitmedien berichtet, dass das politische Klima zwischen Union und SPD aktuell als insgesamt konstruktiv, aber durchaus angespannt gilt – unter anderem wegen unterschiedlicher Positionen bei der Ausgestaltung der anstehenden Steuer- und Sozialreformen. Zugleich wurde hervorgehoben, wie selten echte persönliche Beziehungen im aktuellen Berliner Politikbetrieb sind, weshalb das Beispiel Miersch/Spahn angeblich intern als „Modell für politischen Anstand“ gehandelt wird.

Schlagwort aus diesem Artikel