Matthias Miersch würdigt die unverblümten, fast freundschaftlichen Gespräche mit Jens Spahn, die sich während gemeinsamer Verhandlungen etablierten und den politischen Alltag für ihn bereichert haben. Ihm scheint im Gedächtnis zu bleiben, dass politische Vertraulichkeit immer noch einen besonderen Wert besitzt – selten, aber nicht unmöglich. Für die künftige Zusammenarbeit mit Spahns Nachfolger setzt Miersch auf ein Klima, das sowohl Offenheit als auch gegenseitigen Respekt fördert, gerade weil anstehende Reformen wie die geplante Modernisierung des Landes nach tragfähigem Zusammenhalt verlangen. Ergänzung durch neue Informationen: Andreas Jung, ein wirtschaftspolitischer CDU-Politiker, bringt sich zur Nachfolge von Spahn ins Gespräch, wobei Beobachter darauf achten, ob die Zusammenarbeit mit der SPD den gleichen vertrauensvollen Charakter haben wird. In den letzten 48 Stunden haben verschiedene Leitmedien berichtet, dass das politische Klima zwischen Union und SPD aktuell als insgesamt konstruktiv, aber durchaus angespannt gilt – unter anderem wegen unterschiedlicher Positionen bei der Ausgestaltung der anstehenden Steuer- und Sozialreformen. Zugleich wurde hervorgehoben, wie selten echte persönliche Beziehungen im aktuellen Berliner Politikbetrieb sind, weshalb das Beispiel Miersch/Spahn angeblich intern als „Modell für politischen Anstand“ gehandelt wird.