Mineralwasser: Branche sieht keinen gravierenden Engpass – Hitze sorgt trotzdem für Herausforderungen

Obwohl der Sommer mit Dauerhitze und Trockenheit zuschlägt, erwartet die Mineralbrunnenbranche keinen Wasser-Notstand. Wer sich an heißen Tagen auf kühles Mineralwasser freut, muss sich also vorerst keine Sorgen machen.

heute 11:55 Uhr | 2 mal gelesen

So richtig Durst entsteht ja eigentlich erst, wenn der Schweiß einem im Nacken tropft und die Sonne die Stadt wie eine Bratpfanne auf hoher Stufe bruzzelt. Gerade dann will niemand auf das prickelnde Gefühl einer kühlen Mineralwasserflasche verzichten müssen – und laut Maik Hünefeld, Sprecher des Verbandes der Mineralbrunnen, bleibt uns dieser Horror erspart. Im Interview mit der 'Rheinischen Post' wiegelt er ab: bundesweite Engpässe? Seien aktuell nicht zu erwarten – auch nicht bei anhaltender Hitzewelle. Was aber durchaus passieren kann: Bestimmte Sorten oder regional beliebte Marken sind mal kurzfristig nicht zu haben. Der Grund liegt weniger am Quellwasser als vielmehr an der Logistik. Die Abfüllanlagen sind sehr gefragt, laufen fast durchgehend, aber der Flaschenkreislauf muss stetig rollen. Also, so die pragmatische Zwischenbitte: Leere Flaschen & Kisten fix zurückbringen, sonst stockt das System. Interessanter Nebeneffekt am Rande – in vielen Berghütten in den Alpen und an den deutschen Flüssen macht sich der Wassermangel inzwischen deutlich bemerkbar, was schon fast ein bisschen surreal wirkt: Am Flaschenhals genug Nachschub, draußen in der Natur aber Ebbe. Der Verband selbst umfasst etwa 150 eher kleine und mittelständische Betriebe, die täglich das tun, was in Deutschland fast Kultstatus hat: Sprudel produzieren.

Trotz anhaltender Hitze und extremer Trockenheit in vielen Regionen signalisiert die deutsche Mineralwasserbranche Entwarnung: Flächendeckende Engpässe werde es vorerst nicht geben, auch wenn Logistik- und Leergutprobleme punktuell zu Lieferverzögerungen führen können. Auch aktuelle Berichte aus den Alpen und dem Inland – etwa über Wassermangel auf Berghütten und niedrige Pegelstände bei Flüssen – zeigen, wie angespannt die Wasserversorgung in Teilen Europas bereits ist. Ergänzend ist hervorzuheben, dass nach Berichten von ZEIT und der Süddeutschen die Nachfrage nach Mineralwasser tatsächlich gestiegen ist und die Betriebe teilweise längere Produktionszeiten einplanen; zusätzlich wird über Anpassungen beim Transport und innovative Rückgabe-Systeme diskutiert, um auch zukünftigen Hitzewellen resilienter begegnen zu können.

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