Plötzlich poppt es auf: OpenAI schickt nun auch den deutschen ChatGPT-Nutzern eine Benachrichtigung, dass Werbung Einzug hält. Wer ChatGPT im kostenlosen oder Go-Tarif verwendet, wird ab Ende des Monats mit Anzeigen rechnen müssen – das bestätigte OpenAI den Anwendern jüngst ohne großes Brimborium. Wer allerdings Plus, Pro, Enterprise, Business oder Education gebucht hat, bleibt davon einstweilen verschont.
Für die Datenschutzrichtlinie bedeutet das: Update! Zunächst will OpenAI keine auf einzelne Nutzer maßgeschneiderte Werbung ausspielen. Stattdessen orientiert sich die Auswahl der Anzeigen am Thema des aktuellen Chats sowie an ein paar groben technischen Infos wie Standort und Gerätetyp – so steht es zumindest im Wortlaut der Mitteilung. Früher geführte Unterhaltungen oder irgendwelche „Gedächtnis“-Funktionen werden angeblich nicht herangezogen.
Spannend: Wer später doch auf personalisierte Anzeigen steht (ob das Spaß macht?), darf diese selbst aktivieren. Dann bleibt alles, was die Werbung betrifft, angeblich im Chat – etwa, mit welcher Werbung man interagiert hat. Alles steuerbar in den Einstellungen, verspricht OpenAI.
Wer dann als Werbetreibender dazu stößt, bekommt keine Einzelheiten über einzelne Nutzer: Nur Gesamtdaten, zum Beispiel wie viele Klicks oder Aufrufe eine Anzeige hatte. Die Werbung soll nie Teil der KI-Antworten sein und wird klar abgetrennt angezeigt. Ach ja, die Chats selbst bleiben, wie es aussieht, privat: Weder Gesprächsinhalte noch Erinnerungen oder persönliche Angaben sollen an Werbetreibende weitergegeben werden.
Übrigens: In anderen Ländern läuft das Modell schon seit einiger Zeit – etwa in den USA, Großbritannien, Australien und ein paar mehr. Jetzt also auch bei uns – wie das wohl ankommt?
OpenAI baut ab sofort Werbung in die ChatGPT-Oberfläche für deutsche Nutzer ein – zunächst allerdings nur in den Gratis- und Go-Tarifen. Personalisierte Anzeigen werden vorerst nicht automatisch ausgespielt; die Nutzer können später selbst entscheiden, ob sie relevantere Werbung erhalten möchten. OpenAI betont in den aktuellen Mitteilungen, dass individuelle Chat-Inhalte und personenbezogene Daten für Werbekunden tabu bleiben – technisch basieren die Anzeigen vor allem auf aktuelle Chat-Themen und groben Standortdaten, während Werbetreibende nur anonyme Performance-Metriken sehen. Die Einführung von Werbung ist Teil einer globalen Strategie, ChatGPT stärker zu monetarisieren, wobei OpenAI vorsichtige Transparenz und Datenschutz betont. Ein Blick auf die letzten Tagesnachrichten zeigt zudem, dass die Meinungen teils gespalten sind: Während Datenschützer Alarm schlagen, halten viele Experten Werbeeinblendungen für einen logischen Schritt im globalen KI-Wettlauf.