Owen Ansah rennt über 200 Meter zu EM-Gold – Rekord wegen Rückenwind fraglich

Owen Ansah schlägt bei der Leichtathletik-Europameisterschaft über die 200-Meter-Distanz zu und holt Gold für Deutschland.

14.08.26 22:57 Uhr | 1 mal gelesen

Mit beeindruckenden 19,95 Sekunden stürmte Ansah der Konkurrenz davon und griff sich verdient den ersten Platz. Bemerkenswert dabei: Obwohl er die Ziellinie in deutscher Rekordzeit überquerte, könnte das Ergebnis ausgerechnet wegen zu starken Rückenwinds nicht in die Rekordbücher eingehen – anscheinend will die Natur gelegentlich auch mitreden. Auf Rang zwei landete Zharnel Hughes, gebürtig von der Karibikinsel Anguilla und Sprintstar für Großbritannien, der nach 20,16 Sekunden ins Ziel kam. Bronze gab es gleich doppelt: Sowohl der Italiener Eseosa Fostine Desalu als auch Timothe Mumenthaler aus der Schweiz, Titelträger und erfahren, schafften exakt dieselbe Zeit (20,251 Sekunden) – sowas sieht man auch nicht alle Tage.

Owen Ansahs Goldlauf bei der EM war nicht nur wegen der Siegzeit bemerkenswert, sondern auch aufgrund der Umstände auf der Bahn: Mit ordentlich Rückenwind schoss er an seinen Mitstreitern vorbei, aber genau dieser Wind könnte verhindern, dass sein Rekord offiziell anerkannt wird. Sein Triumph ist dennoch ein historischer Moment für den deutschen Sprint, der bislang international nicht so sehr im Rampenlicht stand. Die Doppel-Bronze-Medaille für Desalu und Mumenthaler unterstreicht, wie eng es im Kampf um die Podestplätze gerade auf den kurzen Strecken zugehen kann. In aktuellen Berichten wird auch Ansahs persönliche Erfolgsgeschichte hervorgehoben: Er gilt als Hoffnungsträger für das deutsche Sprintteam – und als Beleg, dass Deutschland auch in der Leichtathletik mitmischen will. Zudem sind Debatten um die Wetterbedingungen bei derartigen Wettkämpfen oft Grund für Diskussionen in der Leichtathletik-Szene, da sie die Vergleichbarkeit der Leistungen erschweren. Insgesamt war die EM eine Bühne für einige emotionale Überraschungen und spiegelt das neue Selbstvertrauen der deutschen Läufer wider.

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