Der bundesweit bekannte Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer sowie, nach heutigem Stand, mindestens noch ein Mitglied von den Grünen, tritt als unabhängiger Kandidat zu einer möglichen Wiederwahl an.

Dies hat Boris Palmer auf seiner Internetseite mitgeteilt und weiter geschrieben, dass das erforderliche Budget für einen Wahlkampf in nur einer Woche zusammen gekommen sei. Damit hätten sie den Ausschlag gegeben, dass er sich um die dritte Amtszeit bewerben werde.

Ohne die Unterstützung von der Partei, welcher er seit 25 Jahren angehöre, zu kandidieren, würde ihm schwerfallen, so Boris Palmer und führte weiter aus, dass seine politische Heimat die Grünen in Baden-Württemberg seien und bleiben werden. Laut eigenen Aussagen möchte der Oberbürgermeister zu deren Erfolg sowie der Regierung von Kretschmann beitragen. Jedoch sei ihm dies aus den bekannten Gründen verwehrt.

Der Landesvorstand der Grünen Baden-Württemberg hatte im vergangenen Jahr offiziell den Ausschluss aus der Parteiausschluss von Boris Palmer beantragt. Das entsprechende Verfahren ist am Laufen. Auslöser war, nach zahlreichen und umstrittenen Äußerungen, am Ende ein auf Facebook mit öffentlichen Kommentaren geführter Streit. Dabei geht es um die umstrittene Äußerungen von den ehemaligen Fußballnationalspielern Jens Lehmann und Dennis Aogo. Die Kritik an den beiden hat Boris Palmer auf seiner Seite bei Facebook als übertrieben kritisiert und geschrieben, dass einem die Cancel Culture einem hörigen Sprechautomaten machen würde, „mit jedem Wort am Abgrund“ und dass er nicht in einem solchen „Sprachjakobinat“ leben wolle.

Olaf Palmer reagierte auf die Frage, ob er einmal mehr den Rassismus relativieren wolle, mit dem Hinweis auf einen früheren Kommentar von einer unbekannten Person auf Facebook, welche Aogo ohne Beweise unterstellt hat, werbend gegenüber einer Frau sexuell das Wort „Negerschwanz“ verwendet hatte. Dazu hat Olaf Palmer geschrieben (Zitat=: „Der Aogo [sic!] ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen Negerschwanz [sic!] angeboten.“ Der Politiker hat dies als Ironie bezeichnet. Annalena Baerbock hat die Äußerungen von Olaf Palmers als abstoßend und rassistisch bezeichnet.

Seit 2007 ist Boris Palmer Oberbürgermeister von der Stadt Tübingen.

Redaktion poppress.de, Ever True Smile